Konfrontation und Kooperation (1)
Konfrontation und Kooperation
Basismodul
Themenüberblick
Bodenreform
Währungsreform
Berlin Blockade
Die SED: Die Partei, die Partei, die hat immer Recht!?
Die Stasi: Schild und Schwert der Partei?
Soziale Marktwirtschaft vs. sozialistische Planwirtschaft: Welche ist die überlegene Wirtschaftsordnung?
Die Stalin-Note: Annehmen oder ablehnen?
Der 17. Juni 1953: Volksaufstand oder Konterrevolution?
Die Berliner Mauer: Ein antifaschistischer Schutzwall?
Von Ulbricht zu Honecker
Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren?
Ist eine außerparlamentarische Opposition notwendig?
Brandts neue Ostpolitik: Eine "Aggression auf Filzlatschen"?
Mehr Demokratie wagen: Wurde diese Vision verwirklicht?
Die Umweltbewegung der 1970er Jahre: Fridays for Future 1.0?
War die DDR ein Unrechtsstaat?
Das Ende des Kalten Krieges: Ein Sieg des Westens?
Der Weg zur Einheit: Hätte es auch anders kommen können?
Der staatliche Zusammenbruch
Die Niederlage Deutschlands führte zum völligen Zusammenbruch des NS-Staates.
Nach der Kapitulation und der Absetzung der Regierung Dönitz (23.05.1945) existierte Deutschland als Staat nicht mehr.
Die Regierungsgewalt ging an die Siegermächte über, ausgeübt von den alliierten Oberbefehlshabern.
Sie übernahmen den Vorsitz im Alliierten Kontrollrat zur Abstimmung und Koordination der Entscheidungen.
Leben in Trümmern
Die Alliierten übernahmen die Verantwortung für ein stark geschädigtes Land.
Im Bombenkrieg wurden zahlreiche Städte zerstört, die Infrastruktur war erheblich beschädigt.
Post, Telefon, Wasser, Strom und Gas waren oft nicht mehr verfügbar.
Die Eisenbahninfrastruktur war größtenteils zerstört: Nur 650 km blieben intakt.
Millionen Menschen, darunter Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Flüchtlinge, waren obdach- und heimatlos (Displaced Persons).
Stunde Null?
Viele Menschen erlebten die ungewisse Situation nach dem Krieg als „Stunde Null“.
Es zeigte sich, dass von einem völligen Neuanfang nur bedingt die Rede sein konnte.
Mit der Zeit traten in vielen Bereichen Kontinuitäten zutage (materielle, personelle, ideelle).
Grundlinien der Besatzungspolitik – die „4 D“
Demilitarisierung: Vollständige Abrüstung Deutschlands und Zerschlagung der Rüstungsindustrie.
Denazifizierung: Verbot der NSDAP; Entfernung von Nationalsozialisten aus Ämtern; Prozesse gegen Kriegsverbrecher.
Dezentralisierung: Stärkung dezentraler Elemente in der Verwaltung.
Demokratisierung: Neugestaltung des politischen Lebens auf demokratischer Grundlage, Wiederzulassung demokratischer Parteien.
Administrative, territoriale und wirtschaftliche Vereinbarungen
Bestätigung der Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen, inklusive einer eigenen Zone für Frankreich.
Berlin erhielt einen Sonderstatus und wurde in vier Sektoren aufgeteilt.
Klärung aller Deutschland betreffenden Fragen oblag dem Alliierten Kontrollrat, dessen Beschlüsse einstimmig gefasst werden mussten.
Das besiegte Deutschland: Konferenzen und Pläne
Teheran (1943)
Pläne zur Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen.
Jalta (Feb. 1945)
Bedingungslose Kapitulation, Kontrolle und Besetzung Deutschlands.
Forderung nach einer Aufteilung in 3 Zonen.
Potsdam (August 1945)
Abschluss der Potsdamer Konferenz für die Besatzungspolitik, Entnazifizierung und eine demokratische Erneuerung.
Verhandlungen führten zu massiven politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Spannungen zwischen den Siegermächten, was zur Teilung Deutschlands beitrug.
Deutsche Ostgrenze
Zentrales Problem der Potsdamer Konferenz war die Zukunft der Staatsgrenzen Deutschlands.
Diese war verknüpft mit der Wiederherstellung des polnischen Staates und der Entschädigung Polens mit ehemals deutschen Gebieten.
Bedeutung und Folgen des Potsdamer Abkommens
Das Abkommen war ein komprimierender Kompromiss und verhinderte eine einheitliche Deutschlandpolitik aufgrund von Misstrauen zwischen den Alliierten.
Es führte zur politischen und wirtschaftlichen Differenzierung der Besatzungszonen, was den ersten Schritt zur staatlichen Teilung darstellte.