Einführung in die Wirtschaft
Einführung in die Wirtschaftslehre
Wirtschaften: Die Anwendung knapper Ressourcen zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse.
Zweckrationales Handeln: Entscheidungen sind darauf ausgerichtet, ein bestimmtes Ziel (Zweck) zu erreichen.
Maximumprinzip: Mit gegebenen Ressourcen einen möglichst hohen Zielerreichungsgrad realisieren.
Beispiel: Ein Student lernt 100 Stunden und versucht, die bestmögliche Note zu bekommen.
Minimumprinzip: Ein gegebenes Ziel mit minimalem Ressourceneinsatz erreichen.
Beispiel: Ein Student lernt nur so viel wie nötig für eine Note von 3,7.
Es kann immer nur das Minimum- oder das Maximumprinzip verfolgt werden.
Organisation in Unternehmen
Arbeitsstätte Unternehmen: Wirtschaftssubjekte, die zum Fremdbedarf wirtschaften.
Märkte: Detriebel Märkte = Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage von Gütern, die sich gegenseitig ersetzen können.
Personal: Menschen, die in Unternehmen tätig sind.
Organisation: Gesamtheit der Regeln, nach denen Menschen im Unternehmen operieren sollen.
Führung: Setzen von Zielen, die Menschen motivieren, diese zu erreichen.
Wichtige Fragen:
Wie sollen individuelle Beschäftigte geführt werden?
Welchen Zweck soll das Unternehmen dienen?
Personalführung: Die Art und Weise, wie das Personal zur Zielverwirklichung geführt wird.
Koordination in Unternehmen
Wirtschaftens: Miteinander kooperieren.
Arbeits-Aufgabenteilung:
Sachliche Arbeitsteilung (z.B. verschiedene Berufe).
Zeitliche Arbeitsteilung (verschiedene Prozesse koordinieren).
Personelle Arbeitsteilung (verschiedene Berufe werden von unterschiedlichen Personen ausgeübt).
Vorteile:
Produktivitätssteigerung.
Individuen haben mehr Wissen in ihrem Zuständigkeitsbereich.
Nachteile:
Teilaufgaben müssen zusammengeführt werden.
Starke Abhängigkeit des Gesamtergebnisses vom Beitrag jedes Einzelnen.
Kooperation ist oft gefragt, jedoch nicht immer möglich.
Institutionenökonomik
Aufgabe: Erklärt, wie Institutionen genutzt werden können, um Organisationsprobleme zu entschärfen.
Marktlösung: Vertrauen darauf, dass der Preismechanismus wirkt (dezentrale Lösung).
Unternehmenslösung: Probleme werden durch Planung und Anweisung in den Unternehmen selbst gelöst.
Annahmen über menschliches Verhalten
Menschen kooperieren.
Menschen sind beschränkt rational:
Wissen nicht alles.
Handeln vielleicht opportunistisch (egoistisch).
Organisationsprobleme
Koordinationsproblem: Resultiert aus "Nicht-Wissen".
Beispiel: Man steht um 18 Uhr vor einem Restaurant, das um 19 Uhr öffnet; beide Seiten wollen im Restaurant essen.
Motivationsproblem: Resultiert aus "Nicht-Wollen".
Beispiel: Schlechtes Restaurantessen.
Motivationsprobleme können gravierend sein.
Opportunismus und begrenzte Rationalität spielen eine große Rolle.
Zentralisierung oder Dezentralisierung?
Zentralisierung: Probleme werden zentral gelöst, oft in unsicheren Umgebungen.
Dezentralisierung: Unternehmen kauft Leistungen extern ein (buy) – z.B. Autoteile.
Shareholder vs. Stakeholder
Shareholder: Eigentümer bestimmen die Zielsetzung des Unternehmens.
Wichtig, wenn Arbeitsmärkte gut funktionieren.
Stakeholder: Berücksichtigung der Interessen weiterer Anspruchsgruppen bei Koordinations- und Motivationsproblemen.
In den 1990er Jahren stark orientiert an Shareholder-Interessen; heute sollten gesellschaftliche und umweltpolitische Probleme nicht ignoriert werden.
Marketing
Thema: Austauschprozess, durch den ein Einzelner ein gewünschtes Produkt erhält, indem er eine Gegenleistung bietet.
Produkt: Jedes Objekt, das zum Kauf/Verbrauch/Verzehr angeboten wird und geeignet ist, Bedürfnisse zu befriedigen.
Wünsche: Ausgangspunkt des Marketings liegt in den menschlichen Bedürfnissen.
Nettonutzen: Nutzensumme minus Kostensumme.
Positiver Nettonutzen führt zu einem möglichen Kauf.
Marketingorientierung vs. Verkaufsorientierung:
Berücksichtigung tatsächlicher existierender Kundenbedürfnisse.
Traditionelles Marketing:
Treiber von Konsum, oft nicht nachhaltig.
Verwurzelt im "take-make-waste" Prinzip.
Propagiert Konsum als Quelle von Glück, Status & sozialer Anerkennung.
Gesellschaftliche Konsum-Orientierung ("consumerism").
Marketing ist hauptsächlich darauf ausgerichtet, Käufe zu fördern und nicht darauf, dies nach dem Kauf zu berücksichtigen.
Beispiel: Kurze Produktlebenszyklen und häufige Wechsel von Trends.
Überkonsum wird kritisiert.