Stadt im Mittelalter

Die Stadt im Mittelalter

  • Stadtname: Gracivm vulgo Graz, Metropolis Styria

Lebenswelten in der Stadt

  • Stadtrecht wird von Landesherren (Herzog, Bischof) verliehen.

  • Hoheitliche Rechte führen zu wirtschaftlichen Vorteilen:

    • Marktrecht

    • Münzrecht

    • Zollfreiheit

    • Eigene Verwaltung / Gerichtsbarkeit

  • An der Spitze der städtischen Gesellschaft:

    • Kaufleute (Patrizier) üben Herrschaft aus, wählen Bürgermeister und Ratsherren

    • Handwerksmeister sind in Zünften organisiert (Regelung der Betriebe)

Wichtige Städte

  • Nürnberg

  • Erfurt

Stadtstruktur

  • Wichtige Orte in einer Stadt:

    • Rathaus (1)

    • Kirche (2)

    • Marktplatz (3)

    • Marktbrunnen (4)

    • Wohngebäude (5)

    • Stadtmauer mit Graben (6)

    • Stadttor (7)

    • Landwirtschaftliche Flächen (8)

    • Galgen (9)

Merkmale einer Stadt

  • Umschlossen von Stadtmauern, wehrhaft und als Identifikationsmerkmal genutzt.

  • Abhaltung eines Marktes als wirtschaftliche Basis.

  • Ausbildung von Handel, Handwerk und Versorgungsgewerbe.

  • Eigenes Gericht und Eigenständigkeit gegenüber Kirchen- und Kaiserrecht.

  • Definition von „Stadt“ nach Max Weber.

Zünfte

  • Zünfte regeln:

    • Anzahl der Betriebe in der Stadt.

    • Arbeitszeiten.

    • Qualität und Preise der Produkte.

  • Soziale Funktionen: Versorgung Notgeratener, Witwen.

  • Zunehmender politischer Einfluss.

Lebenswelten: Klöster

  • Klöster spielen für das einfache Volk eine maßgebliche Rolle:

    • Große Grundherrschaft als Lebensmittelpunkt.

    • Bieten Mühlen, Bäckerei, Brauerei und Krankenpflege.

Klöster und Kultur

  • Klöster als Kulturträger und Brücke von der Antike zur Gegenwart.

  • Beispiel: Bebenhausen 1534.

Lebenswelten: Adelshof

  • Burg als Zentrum adeligen Lebens.

  • Adelige stellen die Kriegsschicht dar, solange sie nicht in den Kirchendienst eintreten.

  • Burgen als wichtige Befestigungsanlagen.

  • Ritterideale: Geschickt und tapfer im Kampf; Manieren und Tugenden.

Strukturen der mittelalterlichen Stadt

  • Handelsstraße, Römersiedlung, Flussübergang, Burg, Kloster, Hafenbucht.

  • Erwähnte Institutionen:

    • Kirche, Rathaus, Gericht, Mauer, Marktplatz.

  • Stadtherr (Graf, Herzog oder Bischof) sichert Marktordnung.

Die Bevölkerung in der Stadt

  • Patrizier: Oberste Schicht.

  • Bürgertum: Handwerker, Krämer.

  • Unterschicht: Stadt, Dienstboten, Gesellen, Lehrlinge.

  • „Unehrliche“: Bettler, Gaukler, Bader, Henker.

Stadtherrschaft

  • Stadtherr kann weltlich oder geistlich sein:

    • Setzt Burggrafen oder Vogt ein für Ruhe und Ordnung.

  • Patrizier streben nach Freiheiten (z. B. Gerichtsbarkeit, Münz- und Zollrecht).


    1. Jahrhundert: bewaffnete Auseinandersetzungen; Rechte werden erkauft.

  • Patrizier (ab 14. Jahrhundert auch Zunftmitglieder) wählen Ratsherren und Bürgermeister.

Geschlechterrollen

  • Männer: Ernährer, Verantwortung für Geschäfte.

  • Frauen: Hausarbeit, Kindererziehung, selten Schulbildung.

  • Kinder: Hohe Kindersterblichkeit; Krankheiten verbreiten sich leicht.

    • Söhne gehen in die Schule und Ausbildung.

  • Stadtluft macht frei? Freiheit, jedoch keine Gleichheit (Kleiderordnung, eingeschränkte politische Mitbestimmung).

Kaufleute und Handwerker in der Stadt

  • Kaufleute: Handel mit Luxuswaren (Seide, Gewürze).

  • Gründung von Gilden zur Interessenvertretung.

  • Gefahren des Fernhandels: natürliche Hindernisse, Wegelagerer, Seeräuber.

  • Bildung von Städtebünden: Hanse.

  • Veränderung der Ansprüche der Bevölkerung:

    • Spezialisierung und Arbeitsteilung.

    • Organisation in Zünften (z. B. Schuster) mit Regeln für:

      • Qualität

      • Preis

      • Ausbildung

      • Fürsorgepflicht.