Umfassendes Kompendium der Trinkwasserinstallation: Verlegeregeln, Sicherheitsnormen und technische Verfahren

Verlegeregeln für Abblaseleitungen von Sicherheitsventilen

  • 7 Zentrale Verlegeregeln:     * Die Leitung muss korrosionsbeständig ausgeführt sein.     * Die Verlegung muss zwingend mit Gefälle erfolgen.     * Die Leitung muss frostfrei verlegt werden.     * Die Dimensionierung der Abblaseleitung muss mindestens eine DN\text{DN} größer sein als die der Sicherheitsventileingangsleitung.     * Bei Einhaltung der vorgenannten Dimensionierung darf die Leitung höchstens eine Länge von 2m2\,m aufweisen und maximal 22 Bögen enthalten.     * Falls die Abblaseleitung um eine weitere DN\text{DN} größer dimensioniert wird, ist eine Länge von bis zu 4m4\,m und die Verwendung von 33 Bögen zulässig.     * Die Abflussleistung des Ausgusses muss so bemessen sein, dass sie mindestens eine DN\text{DN} größer ist als die Abblaseleitung selbst.

Durchlauferhitzer (DWE): Auswahl und Steuerung

  • Kriterien bei der Auswahl:     * Bei elektrisch oder elektronisch geregelten Durchlauferhitzern mit Blankdraht-Heizsystem ist darauf zu achten, dass die elektrische Leitfähigkeit des Wassers einen bestimmten Grenzwert nicht überschreitet (darf nicht zu hoch sein).

  • Unterscheidung der Steuerungstypen:     * Elektronisch geregelt: Dieses System misst kontinuierlich die Eingangstemperatur, die Ausgangstemperatur sowie den Volumenstrom. Auf Basis dieser Daten errechnet das Gerät die benötigte elektrische Leistung präzise.     * Hydraulisch gesteuert: Die Erkennung des Volumenstroms erfolgt hier über einen Differenzdruckschalter. Das Gerät schaltet stufenweise zwischen lediglich 33 Leistungsstufen um.

Zirkulationsleitungen: Voraussetzungen und Betrieb

  • Allgemeine Voraussetzungen und Regeln:     * 3-Liter-Regel: Der Wasserinhalt in der Leitung zwischen dem Warmwasserbereiter und der Entnahmestelle darf maximal 3l3\,l betragen, bevor eine Zirkulationsleitung oder ein Begleitheizband zwingend erforderlich wird.     * Abschaltzeiten: Die Zirkulationspumpe darf maximal für 8h8\,h pro Tag abgeschaltet werden (Betriebsunterbrechung).     * Temperaturdifferenz: Der Temperaturunterschied zwischen dem Speicherausgang und dem Wiedereintritt in den Speicher darf maximal 5K5\,K betragen.     * Fließgeschwindigkeit: Die maximale Fließgeschwindigkeit in der Zirkulationsleitung ist auf 0.5m/s0.5\,m/s begrenzt.     * Hydraulischer Abgleich: Anlagen mit mehreren Strängen (Mehrstranganlagen) müssen zwingend hydraulisch abgeglichen werden.

Sicherungseinrichtungen nach Kategorien und Typen

  • Sicherungsfamilie DDB (Rohrunterbrecher mit beweglichen Teilen):     * Einbauposition: Mindestens 150mm150\,mm oberhalb des höchstmöglichen Nicht-Trinkwasserspiegels.     * Absicherung: Bis Kategorie 44.     * Druckverhältnis: p=Atmospha¨rep = \text{Atmosphäre}.

  • Sicherungsfamilie DC (Rohrunterbrecher mit ständiger Verbindung zur Atmosphäre):     * Einbauposition: Mindestens 150mm150\,mm oberhalb des Nicht-Trinkwasserspiegels.     * Absicherung: Bis Kategorie 55.     * Druckverhältnis: p=Atmospha¨rep = \text{Atmosphäre}.

  • Sicherungsfamilie EEA (Kontrollierbarer Rückflussverhinderer):     * Einbauvorschrift: Nur in steigenden oder waagerechten Leitungen zulässig.     * Absicherung: Bis Kategorie 22.     * Druckverhältnis: pAtmospha¨rep \neq \text{Atmosphäre} (bzw. p > \text{Atmosphäre}).

  • Sicherungsfamilie EB (Nicht kontrollierbarer Rückflussverhinderer):     * Einsatzbeispiel: In sogenannten "Dackelfüßen".     * Einbauvorschrift: Nur in steigenden oder waagerechten Leitungen.     * Absicherung: Bis Kategorie 22.     * Druckverhältnis: p > \text{Atmosphäre}.

  • Sicherungsfamilie HHC (Automatischer Umsteller):     * Einbauposition: 25mm25\,mm über Nicht-Trinkwasser.     * Einsatzbereich: Nur für bestimmte häusliche Gebrauchsarten.     * Druckverhältnis: p=Atmospha¨rep = \text{Atmosphäre}.

  • Sicherungsfamilie HB (Rohrbelüfter für Schlauchanschlüsse):     * Einbauposition: 250mm250\,mm über Nicht-Trinkwasser.     * Absicherung: Bis Kategorie 22.     * Druckverhältnis: p=Atmospha¨rep = \text{Atmosphäre}.

  • Sicherungsfamilie HD (Rohrbelüfter für Schlauchanschlüsse mit Rückflussverhinderer):     * Einbauposition: 250mm250\,mm über Nicht-Trinkwasser.     * Absicherung: Bis Kategorie 33 bei pAtmospha¨rep \geq \text{Atmosphäre}; falls p > \text{Atmosphäre}, dann nur bis Kategorie 22.

Maßnahmen bei Betriebsunterbrechung und Legionellenprävention

  • Betriebsunterbrechungen:     * > 3 Tage: Ein vollständiger Wasseraustausch in der Anlage muss durchgeführt werden.     * > 4 Wochen: Absperrarmaturen sind zu schließen; bei Wiederinbetriebnahme öffnen und einen vollständigen Wasseraustausch sicherstellen.     * > 6 Monate: Absperrarmaturen zu; bei Wiederinbetriebnahme öffnen, vollständigen Wasseraustausch durchführen und Wasserproben nehmen. Eine Inbetriebnahme ist erst bei einwandfreiem Ergebnis zulässig; im Schadensfall haftet der Betreiber.     * Dauerhafte Nichtbenutzung: Die Anschlussanlage bzw. Anschlussleitung muss physisch getrennt werden. Die Wiederinbetriebnahme darf nur durch ein eingetragenes Vertragsinstallationsunternehmen (VEU\text{VEU}) erfolgen.

  • Vermeidung von Legionellen:     * Stichleitungen (Totleitungen) konsequent vermeiden.     * Korrekte Dimensionierung der Rohrleitungen einhalten.     * Häufig genutzte Entnahmestellen sollten am Ende des Leitungsstrangs platziert werden.     * Fachgerechte Dämmung von Kalt- und Warmwasserleitungen.     * Speicherauslegung optimieren: So klein wie möglich, so groß wie nötig.     * Einhaltung der 3-Liter-Regel.     * Speichertemperatur muss permanent auf mindestens 60C60\,^{\circ}C gehalten werden.

Einsatz und Einbau von Druckminderern

  • Erfordernis:     * Wenn der Rohrdruck an den Entnahmestellen 5Bar5\,Bar überschreitet.     * Wenn der Rohrdruck vor dem Sicherheitsventil mehr als 75%75\,\% des Ansprechdrucks des Sicherheitsventils beträgt.

  • Einbauregeln:     * In Kaltwasseranlagen grundsätzlich hinter dem Filter installieren.     * Beruhigungsstrecke (Nachlaufstrecke) einhalten: mindestens das 55-fache des Rohrinnendurchmessers.     * Installation nach dem Abgang der Gartenleitung; jeder Abgang nach der Gartenleitung benötigt einen eigenen Druckminderer.

Zuständigkeiten und administrative Abläufe

  • Verantwortung: Für die Errichtung und Unterhaltung der Kundenanlage sind der Anschlussnehmer und ggf. der Mieter verantwortlich.

  • Antragswesen:     * Herstellung Trinkwasseranschluss: Antrag HW01\text{HW01} beim Rohrnetzbezirk N 2-6\text{N 2-6}.     * Umbau Hausanschlussleitung (mit Wasserzählern): Antrag HW07\text{HW07} bei der Qualitätssicherung Wasserzähleranlagen D 45\text{D 45}.

  • Hausanschlussleitung (HAL): Bei Etagenbögen ist ein Versatz von maximal 0.5m0.5\,m und eine Länge der Zwischenstücke von mindestens 0.2m0.2\,m vorgeschrieben.

  • Eichung: Warm- und Kaltwasserzähler müssen alle 66 Jahre geeicht bzw. getauscht werden.

  • Wasserzähleranlagen (Einbau):     * Höhe: 0.5m0.5\,m bis 1.2m1.2\,m über Oberkante Fertigfußboden (OKFF\text{OKFF}).     * Raummaße: Mindestens 1.8m1.8\,m Höhe und 0.8m0.8\,m Breite.     * Beruhigungsstrecke: 0.2m0.2\,m vor dem Zähler.

Technische Normen und Anforderungen

  • Heizungsbefüllung nach VDI 2035:     * Elektrische Leitfähigkeit: Unter \text{100}\prob\mu\text{S/cm}.     * pH\text{pH}-Wert: Zwischen 6.56.5 und 8.58.5.     * Das Wasser muss eine definierte Härte (dH\text{dH}) aufweisen.

  • Struktur der DIN EN 806:     1. Allgemeines.     2. Planung.     3. Berechnung.     4. Ausführung.     5. Betrieb und Wartung.

  • Ziele der Trinkwassernorm:     * Geräuschminimierung und Vermeidung von Verunreinigungen.     * Gewährleistung des erforderlichen Anschlussdrucks.     * Vermeidung von Wasserverschwendung und zu hohen Fließgeschwindigkeiten.

Dämmung nach GEG und DIN 1988-200

  • Trinkwasser Warm (nach GEG):     * Wärmeleitfähigkeit: λ=0.035W/(mK)\lambda = 0.035\,W/(m \cdot K).     * Bis DN 20\text{DN 20}: 20mm20\,mm Dämmschicht.     * > DN 20\text{DN 20} bis DN 32\text{DN 32}: 30mm30\,mm Dämmschicht.     * > DN 32\text{DN 32} bis DN 100\text{DN 100}: Dämmschichtdicke entspricht dem Innendurchmesser.     * > DN 100\text{DN 100}: Maximal 100mm100\,mm.

  • Trinkwasser Kalt (nach DIN 1988-200):     * Wärmeübergang: 0.04W/(mK)0.04\,W/(m \cdot K).     * Umgebungstemperatur bis 20C20\,^{\circ}C: 9mm9\,mm.     * Umgebungstemperatur bis 25C25\,^{\circ}C: 13mm13\,mm.     * Umgebungstemperatur > 25C25\,^{\circ}C: Dämmung nach GEG\text{GEG}.

Verlegung und Werkstoffauswahl

  • Allgemeine Verlegeregeln:     * Keine Befestigung an anderen Leitungen.     * Rechtwinklige, übersichtliche Verlegung; Stagnationswasser vermeiden.     * Potenzialausgleich zwingend herstellen.     * Steigleitungen müssen einzeln absperrbar sein; Luftpolster vermeiden.     * Anordnung: Trinkwasserleitung (kalt) unterhalb der Warmwasserleitung führen.     * Fließregel beachten: Unedel vor edel (nicht umgekehrt!).     * Keine Verlegung in benutzen Schornsteinschächten.

  • Kriterien zur Werkstoffauswahl:     * Beständigkeit gegen den Systemdruck und Temperaturbelastung.     * Verträglichkeit der Werkstoffe untereinander (Korrosionsschutz).     * Diffusionsverhalten und Trinkwasserbeschaffenheit vor Ort.

Trinkwasserkategorien

  • Kategorie 1: Trinkwasser in unverändertem Zustand.

  • Kategorie 2: Erwärmtes Trinkwasser oder in der Temperatur verändertes Wasser; keine Gesundheitsgefährdung.

  • Kategorie 3: Stagnationswasser oder Heizungswasser ohne berauschende Zusätze; wenig giftige Stoffe (LD\text{LD}-Wert unter 5050).

  • Kategorie 4: Mit Chemikalien versetztes Wasser; stark giftig (LD\text{LD}-Wert über 5555).

  • Kategorie 5: Abwasser mit Krankheitserregern.

Probeentnahmestellen und Grenzwerte

  • Pflicht zur Probeentnahme:     * In gewerblichen oder öffentlichen Anlagen bei Speichervolumen > 400l400\,l oder Leitungsvolumen > 3l3\,l.     * Pflicht vor Vernebelungsanlagen (z. B. Duschen).     * Ausnahme: Ein- und Zweifamilienhäuser.

  • Anordnung der Stellen: Am Warmwasseraustritt des Erwärmers, am Zirkulationsrücklauf am Speicher und in entfernten Bereichen mit Vernebelungsgefahr.

  • Temperatur- und Zeitgrenzwerte an Zapfstellen:     * Warmwasser: Innerhalb von 30s30\,s nach Zapfbeginn müssen 55C55\,^{\circ}C erreicht werden.     * Kaltwasser: Innerhalb von 30s30\,s nach Zapfbeginn muss die Temperatur unter 25C25\,^{\circ}C liegen.

Werkstoffeigenschaften und Kennzeichnung

  • Kupferrohr-Anforderungen: pH\text{pH}-Wert > 7.47.4. Falls der pH\text{pH}-Wert zwischen 77 und 7.47.4 liegt, darf der TOC\text{TOC}-Wert max. 1.5mg/l1.5\,mg/l betragen.

  • Kunststoffrohre:     * Vorteile: Günstiger Preis, korrosionsbeständig, geringes Gewicht, kurze Montagezeiten, dämmende Wirkung.     * Nachteile: Nicht alle Typen sind diffusionsdicht, UV-beständig oder hoch temperaturbeständig; starke Längenausdehnung; aufwendigere Druckprüfungen.

  • Kennzeichnungspflicht (DIN 1988):     * Herstellername/Zeichen muss gut und dauerhaft lesbar sein.     * Angabe des MOP\text{MOP} (Maximum Operative Pressure): 10Bar10\,Bar.     * Haltbarkeit Kaltwasser (20C20\,^{\circ}C): 5050 Jahre.     * Haltbarkeit Warmwasser (70C70\,^{\circ}C): 4949 Jahre; bei 80C80\,^{\circ}C mindestens 11 Jahr; im Störungsfall (95C95\,^{\circ}C) mindestens 1h1\,h.

Druck- und Dichtheitsprüfverfahren

  • Vorprüfung (Unverpresst-Undichtprüfung): Vor jeder Belastungsprüfung; mit Versorgungsdruck (max. 6Bar6\,Bar) für 15min15\,min. Rohrleitungen inspizieren.

  • Abdrücken mit Wasser (PVC/MVR/Metall):     * System entlüften, 11Bar11\,Bar Prüfdruck mit gefiltertem Wasser.     * 10min10\,min Anpassungszeit (Protokollieren, falls Δt=10K\Delta t = 10\,K Luft/Wasser).     * 30min30\,min Prüfzeit bei 11Bar11\,Bar (Druckabfall muss 0Bar0\,Bar sein).     * Gerätegenauigkeit: 0.1Bar0.1\,Bar.

  • Abdrücken mit Wasser (Kunststoff außer PVC):     * Identischer Beginn wie oben (11Bar11\,Bar, 10min10\,min Anpassung, 30min30\,min Prüfung bei 11Bar11\,Bar).     * Zusatzschritt: Druck auf 5.5Bar5.5\,Bar reduzieren; dieser muss für 120min120\,min konstant bleiben.

  • Prüfung mit Luft / inerten Gasen:     * Dichtheitsprüfung: 150mBar150\,mBar Prüfdruck, 15min15\,min Anpassung. Prüfzeit 120min120\,min bis 100l100\,l Volumen (je weitere 100l100\,l plus 20min20\,min).     * Belastungsprüfung: Nach der Dichtheitsprüfung. Bis DN 50\text{DN 50}: 3Bar3\,Bar. Bis DN 100\text{DN 100}: 1Bar1\,Bar. Anpassung 15min15\,min, Prüfzeit 10min10\,min mit Sichtprüfung.

Spülverfahren

  • Mit Wasser-Luft-Gemisch: Gefiltertes Wasser nutzen (Filter danach reinigen). Mindestfließgeschwindigkeit 0.5m/s0.5\,m/s. Ölfreie Druckluft. Spülen erfolgt stockwerksweise, jede Entnahme mindestens 2min2\,min. Vorrangig bei Lötverbindungen.

  • Mit Wasser: Gefiltertes Wasser, Mindestfließgeschwindigkeit 2m/s2\,m/s. Spülzeit pro Armatur mindestens 5min5\,min. Vorrangig bei Pressverbindungen.

Korrosion und Schutzmaßnahmen

  • Schutzarten:     * Passiv: Filter einsetzen oder Lackieren.     * Aktiv: Opferanode (z. B. Magnesiumanode schützt den Stahlbehälter).     * Konstruktiv: Fließregel beachten, fachgerechtes Entgraten, niedrige Fließgeschwindigkeiten.

  • Korrosionsursachen: Ablagerungen, Kavitation, zu hohe Fließgeschwindigkeiten, Ausglühen beim Hartlöten, Flussmittelreste.

  • Korrosionsarten:     * Lochfraß: Durch Kratzer oder fehlende Schutzschicht.     * Spannungskorrosion: Durch mechanische Spannungen.     * Erosionskorrosion: Materialabtrag durch turbulente Strömung.     * Kontaktkorrosion: Verbindung von edlem und unedlem Metall.     * Sauerstoff-/Säurekorrosion: Elektrochemische Reaktionen durch Elektronenaufnahme.

  • Kavitation: Entsteht durch negativen Überdruck (z. B. in Pumpen), wodurch Wasserdampfbläschen entstehen, die unter Druck implodieren.

Schallschutz und Recht

  • Schallschutzbedürftige Räume:     * Nach DIN 4109: Aufenthaltsräume fremder Wohnungen (Schlafräume 30dB(A)30\,dB(A), entspricht nicht mehr ganz dem aktuellen Stand der Technik).     * Nach VDI 4100: Räume in fremden Wohnungen > 8m28\,m^2 (außer Küchen/Flure).

  • Maßnahmen: Gummieinlagen in Schellen, Dämmung, Pumpen auf Gummifüße, Kompensatoren zur Entkopplung, Bögen statt Winkel.

  • Rechtliches:     * Bleileitungen: Allgemeines Verbot greift ab dem 12.01.202612.01.2026. Verlängerung bis maximal 20362036 möglich. Funde müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden.     * VEU-Anforderungen: Meisterbrief, Konzession, Eintrag in die Handwerksrolle.     * Rechtsgrundlage: AVB Wasser V, insbesondere §12§12 Absatz 33.

Funktionsweise technischer Bauteile

  • Druckminderer:     * Im Ruhezustand schließt die Membrane das Regelventil gegen die Federkraft, wenn der Ausgangsdruck den Einstellwert erreicht.     * Bei Abnahme sinkt der Druck, die Federkraft öffnet das Ventil.     * Ein Ausgleichskolben sorgt durch gleiche Druckflächen für eine hohe Regelgenauigkeit.

  • Systemtrenner BA:     * Arbeitet mit drei Druckzonen (p1,p2,p3p_1, p_2, p_3).     * Im Durchfluss sind die Rückflussverhinderer RV1RV1 und RV2RV2 offen, das Ablassventil (AVAV) zu.     * Bei Rücksaugen oder Rückdrücken (bei Defekt) schließt das System und öffnet das AVAV, um den Bereich p2p_2 zu entleeren.

  • Membransicherheitsventil:     * Vorgespannte Feder hält Ventilteller geschlossen.     * Bei 100%100\,\% Ansprechdruck beginnt es zu tropfen.     * Bei 110%110\,\% ist es voll geöffnet.     * Es schließt bei 99%99\,\% (langsam) und ist bei 80%80\,\% wieder vollständig dicht.

Fragen & Diskussion

  • Frage: Welche Unterlagen werden für die Neuanmeldung einer Hausanschlussleitung (HAL\text{HAL}) benötigt?

  • Antwort: Benötigt werden die Flurkarte (Original/Kopie), ein Grundriss mit Zählerstandort, die Formulare 11 und 22, ein Lageplan der HAL\text{HAL} mit Angabe von DN\text{DN} und Material, eine Kampfmittelfreiheitsbescheinigung sowie alle Unterlagen pro Haushälfte.