Aminosäurestoffwechsel 2

Aminogruppe Ausscheidung in der Leber

  • In der Leber findet die Ausscheidung der Aminogruppe statt.
      - Es wird anatomisch auf das Trägermolekül Glutamin verwiesen, das die Aminogruppe in der Leberhöhle abgibt.
      - Die Aminogruppe wird zu Harnstoff metabolisiert, der über den Urin ausgeschieden wird.

  • Schritte beim Metabolismus der Aminogruppe:
      1. Glutamin zu Glutamat:
         - Das Trägermolekül Glutamin wird in der Leber in Glutamat zurückverwandelt.
      2. Glutamatdehydrogenase:
         - Enzym: Glutamatdehydrogenase.
         - Funktion: Glutamat wird oxidativ desaminiert.
         - Erklärung: Glutamat verliert die Aminogruppe und wird in Alpha-Ketoglutarat umgewandelt.
         - Beispiel: Bildliche Darstellung eines „Glutmonsters“, das seine Aminogruppe verliert.

  • Kreislauf des Ammoniaks:
      - Die getrennte Aminogruppe wird als neurotoxisches Ammoniak im Harnstoffzyklus behandelt.
      - Dieser Zyklus findet ausschließlich in der Leber statt:
        - Ammoniak wird in Harnstoff umgewandelt, der weniger toxisch und wasserlöslich ist.
      - Der Harnstoff wird letztendlich über den Urin ausgeschieden.

Harnstoffzyklus

  • Harnstoffzelle scheidet die Aminogruppen als Harnstoff im Urin aus.
      - Man kann sagen, Aminosäureteile werden über den Harn ausgeschieden.

Alaninzyklus

  • Der Alaninzyklus ist ein wesentlicher Weg des Aminosäurestoffwechsels.
      - Darstellung des Zyklus durch einen „zyklischen Aladinrauch“.

  • Wesentliche Merkmale des Alaninzyklus:
      1. Transaminierung:
         - Übertragung der Aminogruppe von einer Aminosäure auf ein Trägermolekül.
         - Es handelt sich um eine reversible Reaktion:
            - Beispiel: Muskel kann Alanin in Glutamat umwandeln und umgekehrt je nach Bedarf.

      2. Initialer Punkt:
         - Der Zyklus beginnt im Muskel.
         - Ziel: Entfernung von Ammonium aus dem Muskel zur Leber.

      3. Ammoniumtransfer:
         - Ammonium kann sich an Pyruvat binden und wird zu Alanin.
         - Die Aminosäure Alanin wird dann ins Blut zur Leber transportiert.

  • In der Leber:
      - Die Aminogruppe von Alanin kann im Harnstoffzyklus entsorgt oder für andere biologische Prozesse verwendet werden.
      - Funktion von ALT (Alanine Aminotransferase):
        - Die Leber kann aus Alanin wieder Pyruvat synthetisieren.
        - Pyruvat kann in Glukose umgewandelt werden, die dann dem Muskel zur Energiegewinnung dient.

  • Zusammenfassung des Alaninzyklus:
      - Der Alaninzyklus transportiert toxisches Ammoniak aus dem Muskel in die Leber, wo es entgiftet wird.
      - Die Leber liefert Glukose im Austausch für die Entgiftung.

Klinische Aspekte

  • Aminotransferasen sind intrazelluläre Proteine und Marker der Zellschädigung:
      - Kommen normalerweise nur innerhalb der Zelle vor und gelangen bei Zellzerstörung ins Serum.

  • Wichtige Aminotransferasen:
      1. AST (Aspartat-Aminotransferase):
         - Sensibler Parameter für Leberzellschäden, aber nicht sehr spezifisch.
         - Hinweis: Fällt oft bei Organschäden auf.
         - Bildliche Darstellung: Ein „weinerlicher Ast“, der symbolisch für AST steht.

      2. ALT (Alanin-Aminotransferase):
         - Ist spezifischer für Leberzellschäden.
         - Stark erhöhte Werte deuten auf eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen Leberzellschaden hin.
         - Vorkommen: ALT findet sich sowohl in der Leber als auch im Muskel, ist aber für die Leber spezifisch.

  • Schlussfolgerung:
      - Der Aminosäurestoffwechsel ist komplex und wichtig für die physiologische Regulierung von Toxinen.
      - Wichtigkeit des Verständnisses für den Alaninzyklus, die Ausscheidung der Aminogruppe in der Leber und klinische Markierungen (AST und ALT) beim Lernen zu betonen.