Wirtschaftspolitik und Konjunkturanalyse

236 - Einleitung zur Wirtschaft während der Corona-Krise

  • Thema: Zeichen der staatlichen Einmischung und wirtschaftliche Hilfe.

    • Karikatur: Gerhard Mester, 2020.

    • Kampf zwischen der staatlichen Einmischung und der Notwendigkeit von Hilfe.

6 Konjunkturanalyse und Konjunkturpolitik

6.1 Wirtschaftspolitische Herausforderungen
  • Bedeutung von Wachstum:

    • Wachstum ist ein zentrales Ziel der Wirtschaftspolitik.

    • Wirtschaft ist zyklischen Schwankungen ausgesetzt.

    • Ziel: Frühzeitige Erkennung wirtschaftlicher Schwächephasen zur Abmilderung.

  • Übergeordnete Ziele:

    • Alle Ziele sollten gleichzeitig sinnvoll umgesetzt werden.

    • Instrumente zur Erreichung dieser Ziele werden in Kapitel 6.1 behandelt.

6.1.1 Ziele staatlicher Wirtschaftspolitik
  • Diskussion:

    • Diskussion über die Ziele der Wirtschaftspolitik zur Beurteilung des Erfolges.

    • Zwei Schritte:

    1. Ziele definieren

    2. Prüfen, wie die Ziele erreicht werden.

  • Beispiel (Ionien):

    • Aufgeteilt in vier Energieunternehmen mit regionalen Märkten.

    • Varianz in den Technologien (Kernkraft, Windenergie, Wasserkraft).

    • Herausforderungen durch Störfälle und Überkapazitäten.

    • Preisdifferenzierung zwischen verschiedenen Regionen.

6.1.2 Wozu greift der Staat in den Markt ein?
  • Stabilitäts- und Wachstumsgesetz (1967):

    • Vier gesetzlich verankerte Ziele: Stable Preisniveau, stetiges Wachstum, hoher Beschäftigungsstand, ausgeglichene Außenhandelsbilanz.

    • Erweiterung um Umweltschutz und gerechte Einkommensverteilung => Magisches Sechseck.

  • Zielkonflikte:

    • Es gibt keine Möglichkeit, alle Ziele gleichzeitig zu erreichen.

    • • Zielkomplementarität – Förderung eines Ziels fördert ein anderes.

    • • Zielneutralität – kein Einfluss auf andere Ziele.

    • • Zielkonflikte – Erreichung eines Ziels behindert ein anderes.

6.1.3 Instrumente staatlicher Wirtschaftspolitik
  • Ordnungspolitik:

    • Festlegung der Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln.

  • Strukturpolitik:

    • Gestaltung des regionalen Strukturwandels.

  • Prozesspolitik:

    • Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (z. B. Konjunkturpakete).

6.2 Die Konjunktur

6.2.1 Definition und Normalität der Konjunkturschwankungen
  • Klausel:

    • Konjunktur ist die zyklische Entwicklung der Wirtschaft.

    • Schwankungen werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst und sind regelmäßig.

  • Wachstum des weltweiten BIP:

    • Relevante Daten zur globalen Entwicklung.

6.2.2 Phasen des Konjunkturzyklus
  • Aufschwung (Expansion):

    • Wirtschaft wird aktiver, BIP steigt, mehr Aufträge und höhere Produktion.
      ,

  • Boom:

    • BIP erreicht maximum, nahezu Vollbeschäftigung, steigende Preise.

  • Abschwung (Rezession):

    • Rückgang der Nachfrage, sinkende Preise, steigende Arbeitslosigkeit.

  • Konjunkturtief (Depression):

    • BIP hat schwerwiegenden Tiefpunkt erreicht; geringe Nachfrage und hohe Arbeitslosigkeit.

6.2.3 Konjunkturindikatoren
  • Messmethoden:

    • Frühindikatoren: z. B. Auftragseingänge in der Industrie.

    • Präsenzindikatoren: z. B. aktuelle BIP-Meldungen und Außenhandelsstatistiken.

    • Spätindikatoren: z. B. Arbeitslosenquote und Insolvenzen.

  • Bedeutung:

    • Indikatoren helfen, die wirtschaftliche Situation zu bewerten und künftige Trends vorherzusagen.