Geschichte Klausur 16.12. Erster Deutscher Nationalstaat
Einigungskriege
Deutsch-Dänischer Krieg 1864
Holstein mit überwiegend deutscher Bevölkerung war dänisches Herzogtum, gehörte aber Deutschem Bund an
Schleswig mit dänischer Bevölkerung zu Dänemark
Dänische Nationalbewegung hatte Ziel Schleswig und Holstein Dänemark anzuschließen
Deutscher Krieg 1866
1865: Vertrag von Gastein
Holstein durch Österreich, Schleswig durch Preußen verwaltet
Rivalität um Vorherrschaft im Deutschen Bund
Preußen marschierte in Holstein ein und erklärte Deutschen Bund für aufgelöst
Endete mit Sieg Preußens in Königgrätz
Preußen annektierte österreichische Verbündete nördlich der Mainlinie
Deutsch-Französischer Krieg 1870/71
Preußen hatte Ziel der Vormachtstellung erreicht, jedoch fehlten noch wchtige Staaten, die kein Interesse am Norddeutschen Bund hatten
Krieg entzürnt durch Neubesetzung des spanischen Throns
Hohenzollern, Verwandter des preußisschen Königs, sollte Thron besteigen
Frankreich fürchtete, dass Preußen zu viel Macht in Europa bekommen könnte
König Wilhelm und Ministerpräsdent Bismarck provozierten Kriegserklärung Frankreichs durch Emser Depesche
Frankreich erklärte Preußen den Krieg, süddeutsche Staaten schlossen sich Preußen an und gewannen Krieg gegen Frankreich
Emser Depesche
Frankreich forderte Verzicht Preußens auf spanischen Thron (Hohenzollern nach Putsch in Spanien)
In Bad Ems forderte französischer Botschafter Benedetti im Auftrag seiner Regierung, dass Preußen seine Zustimmung verweigere, sollten Hohenzollern erneut Kandidatur anstreben
Wilhelm I. sah dies als unzumutbar an und telegraphierte Unterhaltung an Otto von Bismarck
Veröffentlichte noch am selben Tag von ihm redigierte Emser Depesche mit französischen Forderungen verschärft in der Presse
Provozierte Kriegserklärung Frankreichs
Stellte somit Preußen als Opfer eines aggressiven Frankreichs dar, um süddeutsche Staaten hinter sich zu versammeln und ein eingreifen anderer Staaten zu verhindern
Norddeutscher Bund
Nach Deutschem Bund Niederlage Österreichs gegenüber Preußen
Österreich muss Schließung eines Militärabkommens der norddeutschen Staaten unter Führung Preußens akzeptieren
1866 als Militärbündnis gegründet
Entwickelt staatsähnlichen Charakter
Organisation:
Reichstag: von männlichem Volk gewählt, für Gesetzgebung verantwortlicH
Verfassung: entspricht weitgehend Verfassung des späteren Kaiserreichs
Bundespräsidium: Inhaber preußischer König, verantwortlicher Minister ist Bundeskanzler
Süddeutsche Staaten näherten sich Bund an durch Schutz- und Trutzbündnis (=Militärabkommen) und Wirtschaftsabkommen
Erster Deutscher Nationalstaat
18. Januar 1871 in Versailles proklamiert
Preußen an der Spitze
Konstitutionelle Monarchie
Preußischer König Wilhelm I. wurde zum ersten deutschen Kaiser, Otto von Bismarck der prägende Kanzler
Vereinte deutsche Länder aber war auch durch innere Spannungen gezeichnet
Bismarck betrachtete in Zentrumspartei organisierte Katholiken als Gefahr für staatliche Autorität
Sozialdemokratie wurde als feindlich angesehen —> Sozialistengesetze
Verstärkte Opposition der Arbeiterbewegung gegen konservativen Staat
Bismarck begann im Herbst 1870 mit Verhandlungen über eine Reichsgründung
Mit Novemberverträgen stimmten süddeutsche Staaten zu, einigten sich auf Bezeichnung „Deutsches Reich“, boten König Wilhelm I. Kaiserkrone an
überarbeiteten Verfassung des Norddeutschen Bundes
Kaiser durfte über beide Kammern des deutschen Parlaments bestimmen, hatte Oberbefehl über das Militär und durfte Reichskanzler ernennen
Reichskanzler war Vorsitzender des Bundesrats, in dem die 25 Mitgliedsstaaten vertreten waren
Föderale Länderkammer konnte Gesetze einbringen und musste Gesetzesvorhaben zustimmen, konnte aber nicht über Regierung und Reichskanzler entscheiden
Reichsverfassung
Bundesgebiet, Reichsgesetzgebung, Rolle des Kaisers und des Parlaments
Deutsche Bundesstaaten behielten eigene politische Ordnung und Länderverfassung
Einzelstaaten waren meist konstitutionell geprägt und hatten zwei Kammern
Einzelstaaten verfügten über Polizei, Justiz, Schul- und Gesundheitswesen und Finanzverwaltung in ihrem Gebiet
Wahlrecht war beschränkt und ungleich, wie bei vorherigem Dreiklassenwahlrecht (Stimmengewichtung abhängig vom Einkommen der Wähler)
Politische Parteien waren nicht vorgesehen
Kaiser fungierte als Staatsoberhaupt und war mächtigste Person
Reichskanzler war direkt dem Kaiser unterstellt und konnte nur von diesem berufen oder entlassen werden
Konnte Gesetzesvorschläge blockieren oder neue Gesetze vorschlagen
Große Repräsentation Preußens im Bundesrat (Sperrminorität)
Jedes Verfassungsorgan hatte ein Gegengewicht
Grundrechte wurden ausgelassen, waren nur in den Verfassungen der jeweiligen Länder festgeschrieben
Bevölkerung war vor Gesetz NICHT gleich
Soziale Frage
Mehr Fabriken aufgrund von rasanten technologischen Entwicklungen
Verarmte Landbevölkerung drang in Städte um dort Arbeit zu finden
Nicht genug Arbeitsplätze, katastrophale Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne
Neue Sozialpolitik entwickelte sich
Bismarck schuf Sozialgesetzgebung um Arbeiter an den Staat zu binden
Kulturkampf
Papst Pius IX versuchte Stellung der katholischen Kirche wieder zu festigen
Bismarck sah darin Provkation und negativen Eingriff in neu enstandenen deutschen Nationalstaat
Pius sah in Sozialismus und Liberalismus große Gefahr für katholische Kirche in Europa
In Ersten Vatikanischen Konzil (Versuch, die päpstliche Autorität und Einflussnahme zu stärken) sah Bismarck Angriff
Macht drohte schwächer zu werden, da im vereinten Reich nun auch viele Katholiken lebten
Sozialistengesetze
Sozialgesetzgebung