Alkohol - nicht nur zum Trinken

Alkohol - nicht nur zum Trinken

  • Ethanol ist nicht nur ein Getränk, sondern auch in vielen Alltagsprodukten enthalten.
    • Untersuche Ethanol in der Lernumgebung experimentell und erkläre die Eigenschaften auf Teilchenebene.
    • Überblick über Lernziele auf dem Laufzettel der Lernumgebung.

Aufgabe A: Ethanol - Struktur und Verwendung

  • Aufgabe:
    • a) Recherchiere die Strukturformel (LEWIS-Formel) von Ethanol und zeichne sie auf.
    • b) Recherchiere die Herstellung und Verwendung von Ethanol unter folgenden Aspekten:
    • Reaktionsgleichung der alkoholischen Gärung (Summenformeln).
      • Beispiel: C{6}H{12}O{6} ightarrow 2C{2}H{5}OH + 2CO{2} (Traubenzucker zu Alkohol).
    • Erläutere, wie höhere Ethanolkonzentrationen erreicht werden können; erkläre den Begriff „Branntwein“.

Aufgabe B: Eigenschaften von Ethanol untersuchen

  • Ethanol wird in vielen Kosmetika (z. B. Parfüms) verwendet aufgrund seiner Eigenschaften.
  • Untersuche die Eigenschaften von Ethanol anhand von drei Versuchen.
    • Die Reihenfolge der Versuche spielt keine Rolle.

Versuch 1: Verdunsten von Ethanol

  • Ziel: Untersuchung des Verdunstungsprozesses von Ethanol.
  • Hinweise:
    • Ethanol ist leicht entzündlich.
    • Das Gefäß muss nach Entnahme sofort verschlossen werden.
    • Offene Flamme in der Nähe vermeiden.
  • Geräte: Schutzbrille, Thermometer, Reagenzglas, Stopfen.
  • Chemikalien: Ethanol (Brennspiritus).
  • Durchführung:
    1. Schutzbrille aufsetzen.
    2. Thermometer ins Reagenzglas mit Ethanol halten, bis Temperatur konstant bleibt, dokumentieren.
    3. Temperaturänderung nach Herausnehmen des Thermometers beobachten.
  • Entsorgung: Nach dem Versuch Ethanolgefäß wieder verschließen und für die nächste Gruppe zurücklassen.

Versuch 2: Löslichkeit von Ethanol

  • Ziel: Untersuchung der Löslichkeit von Ethanol.
  • Hinweise:
    • Ethanol ist leicht entzündlich; gleiche Sicherheitshinweise wie Versuch 1.
  • Geräte: Schutzbrille, Reagenzglasständer, 3 trockene Reagenzgläser, 3 Stopfen.
  • Chemikalien: Reinheitshaltiges Ethanol, Wasser, Speiseöl (Kürbiskernöl).
  • Durchführung:
    1. Schutzbrille aufsetzen.
    2. Reagenzglas 1: 2 cm Wasser und Öl, verschließen, schütteln, 1 Minute beobachten.
    3. Reagenzglas 2: 2 cm Wasser und Ethanol, wiederholen.
    4. Reagenzglas 3: 2 cm Öl und Ethanol, wiederholen.
  • Entsorgung: Flüssigkeiten in Outlets entsorgen, Gläser und Stopfen auf dem Wagen lagern (müssen nicht abgewaschen werden).

Versuch 3: Ethanol als Extraktionsmittel

  • Ziel: Untersuchung der Verwendung von Ethanol als Extraktionsmittel.
  • Hinweise:
    • Ethanol ist leicht entzündlich; gleiche Sicherheitshinweise wie in den vorherigen Versuchen.
  • Geräte: Schutzbrille, Mörser mit Pistill, 4 Reagenzgläser, 2 Stopfen, Reagenzglasständer, Trichter, Filterpapier, Löffel.
  • Chemikalien: Ethanol (Brennspiritus), grüne Pflanzenblätter, Sand, Wasser.
  • Durchführung:
    1. Schutzbrille aufsetzen.
    2. Pflanzenblatt leicht mit etwas Sand im Mörser zerreiben.
    3. Grünen Brei auf zwei Reagenzgläser verteilen.
    4. In ein Reagenzglas 5 cm Wasser und in das andere 5 cm Ethanol geben.
    5. Stopfen aufsetzen und schütteln.
    6. Lösungen filtern und in neue Reagenzgläser übertragen.
    7. Färbung der Flüssigkeiten nach Filtrieren beobachten.
  • Entsorgung: Filterpapier und Pflanzenreste im Mülleimer entsorgen, Flüssigkeiten in den Ausguss.

Ziel erreicht - Eigenschaften von Ethanol

  • Nach den Versuchen sollten die Eigenschaften von Ethanol erlernt worden sein.
  • Im folgenden Abschnitt wird erläutert, wie diese Eigenschaften auf Teilchenebene erklärt werden können.

Aufgabe C: Teilchenebene verstehen

  • Aufgaben:
    1. Strukturformel von Ethanol zeichnen und Hydroxy-Gruppe (OH-Gruppe) markieren.
    2. Vergleich von Ethanols Struktur mit der des Wassermoleküls; polare Bindungen und Teilladungen einzeichnen.
    3. Lösung von Wasser und Ethanol skizzieren; Erklären, warum Ethanol in Wasser löslich ist.

Hilfe bei Aufgabe C

  • Nutzte die Begriffe:
    • polar
    • polare Elektronenpaarbindung
    • Wasserstoffbrücken.

Zweites Teilziel erreicht - Löslichkeit von Ethanol

  • Nach der Erklärung weißt du, warum Ethanol in Wasser löslich ist.

Beispiellösungen für Aufgabe C

  1. Die Strukturformel des Ethanol-Moleküls hat eine Hydroxy-Gruppe (OH-Gruppe) und eine C2H5-Gruppe statt eines weiteren H-Atoms.

  2. Das Ethanol-Molekül hat eine polare Hydroxy-Gruppe.

    • Zwischendrin zwischen dem O-Atom und dem H-Atom gibt es eine polare Elektronenpaarbindung.
    • Zwischen der polaren Hydroxy-Gruppe von Ethanol und Wasser-Molekülen bestehen Wasserstoffbrücken.

Aufgabe D: Ethanol und Öl

  1. Strukturformel von Ethanol aufzeichnen.
  2. Ethanol und Hexan vergleichen; gemeinsame Strukturelemente markieren.
  3. Bindungstyp zwischen Kohlenstoff- und Wasserstoff-Atomen benennen und begründen.
  4. Lösung von Ethanol und Hexan skizzieren und erklären, warum sich Ethanol in Hexan löst.

Hilfe bei Aufgabe D

  • Informiere dich über die Bindungstypen:
    • polare Bindung
    • unpolare Bindung
    • Ionen-Bindung.

Drittes Teilziel erreicht - Ethanol in unpolaren Stoffen

  • Nach der Erklärung kannst du nachvollziehen, warum Ethanol in unpolaren Stoffen wie Fett oder Benzin löslich ist.

Beispiellösungen für Aufgabe D

  1. Das Ethanol-Molekül enthält unpolare CH2-Gruppen.
  2. Bei der Bindung zwischen C-Atomen und H-Atomen handelt es sich um nahezu unpolare Elektronenpaarbindungen. Die Bindung ist schwach polar.
  3. Elektronenpaarbindungen zwischen H- und C-Atomen in Kohlenwasserstoffen sind nahezu unpolar und erzeugen durch Van-der-Waals-Kräfte (London-Kräfte) loses Lösungspotential.

Aufgabe E: Vergleich der Siedetemperatur

  1. Erkläre, warum Wasser eine höhere Siedetemperatur hat als Ethanol, unter Berücksichtigung zwischenmolekularer Wechselwirkungen.

Hilfe bei Aufgabe E

  • Zwischenmolekulare Wechselwirkungen beinhalten:
    • Van-der-Waals-Kräfte (London-Kräfte)
    • Dipol-Dipol-Anziehungskräfte
    • Wasserstoffbrücken.

Viertes Teilziel erreicht - Verdampfung von Ethanol

  • Du solltest verstehen, warum Ethanol bei niedriger Temperatur verdampft.

Abschluss

  • Überprüfe, ergänze und korrigiere deine Deutung der Versuche.
  • Arbeite an der Abschlussaufgabe (Rückseite AB).
  • Gib ein Protokoll und die Abschlussaufgabe ab.