Bio KA 4 Flashcards
Grüne Gentechnik: Bt-Mais
Ziele:
Maispflanze immun gegen Maiszünsler machen.
DNA so verändern, dass kein Giftsprühen nötig ist.
Nicht schädlich oder gefährlich für den Menschen.
Guter Verkaufsertrag.
Methode:
Agrobacterium tumefaciens als Genfähre.
Pflanzlicher Promoter, gewünschtes Gen, pflanzliche Selektion (z.B. Antibiotikaresistenz) werden in ein Plasmid eingesetzt.
Agrobacterium-Zelle (Agrobacterium tumefaciens) wird transformiert und selektiert.
Ti-Plasmid des Agrobacterium tumefaciens muss geändert werden (Tumorgene raus, Wunschsachen rein).
Signalstoffe aus verletzter Pflanze treten aus und binden an Rezeptoren des Bakteriums.
Rezeptor schickt Botenstoffe zum Chromosom und aktiviert das Ti-Plasmid.
Ti-Plasmid exprimiert Proteine, die an die Kopie eines anderen DNA-Abschnitts binden.
Proteine transportieren DNA über Sex-Pilus in die Zelle und in den Zellkern.
Pflanzliche DNA integriert bakterielle DNA-Fragment.
Selektion erfolgt auf Antibiotika-Boden (Gegenspieler der Resistenz).
Das Bakterium fungiert als Vektor/Genfähre.
Ziele & Bewertung
Ziele:
Erhöhung von Ertrag
Resistenz gegen Schädlinge, Krankheiten & Umweltbedingungen
Verbesserung der Nährstoffqualität
Bewertung:
Konfliktanalyse in 6 Schritten:
Beschreiben des Konflikts: Informationen beschaffen & Problematik selbst zusammenfassen.
Beschreiben von Handlungsmöglichkeiten: Möglichkeiten zur Lösung des Konflikts beschreiben.
Sammeln & Prüfen von Argumenten für jede Handlungsmöglichkeit
Unterschied zwischen Fakten & ethischen Aussagen:
Fakten: Ist-Zustand
Ethik: Soll-Zustand (Vorstellungen der Gesellschaft an Verhalten)
Beide Teile sollten in einem Argument vorkommen.
Benennen von Werten: Wertepool erstellen (können sachlich oder ethisch sein).
Gewichtung: Wertevergabe mit Punkten (z.B. 1-10).
Bewerten & Fällen eines Urteils: Ein persönliches, aber begründetes Urteil wird beurteilt.
Rote Gentechnik
Gentherapie
ex vivo: Außerhalb des Körpers durchgeführt & dann eingesetzt.
in vivo: Innerhalb des Körpers durchgeführt.
Somatische Gentherapie: Nur die Körperzellen des Patienten; wird nicht an die nächste Generation weitergegeben.
Keimbahntherapie: Gentransfer in Geschlechtszellen; wird an die nächste Generation weitergegeben.
Virale Vektoren
Therapie mittels temperenter Viren (Retroviren)
Bauen sich an einer beliebigen Stelle in die DNA ein.
Dadurch können wichtige Gene ausgeschaltet oder Krebs ausgelöst werden.
Therapie mittels AAV (Adeno-assoziierte Viren)
Werden in den Zellkern, aber nicht in die DNA integriert.
Nur bei nicht weiterteilenden Zellen möglich (wird nicht repliziert).
Herstellung: Alle Bestandteile werden in einer Laborzelle durch Plasmide zusammengetragen (Transgen, Verpackung, Hülle).
Pseudoviren enthalten nur Gene des Transfer-Plasmids.
Zellen werden infiziert & DNA wird eingeschleust.
Zelle produziert rekombinante Proteine.
Gendiagnostik
Gelelektrophorese, Gensonden & genetische Beratung (Familienstammbäume), PND & PID
Verkürzungen der DNA können durch Gelelektrophorese entdeckt werden.
Fehlende DNA oder Krankheiten mit DNA-Verkürzungen können diagnostiziert werden.
Eine Gensonde ist ein kurzer RNA/DNA-Abschnitt.
Wird gebraucht, um spezifische DNA-Abschnitte zu finden.
Oft bei Gelelektrophorese verwendet, um DNA zuordnen zu können.
Familienstammbaumanalyse
Autosomal rezessiv:
Benötigt zwei betroffene Allele (aa) (beide Chromosomen sind defekt).
Oft bei Stoffwechselerkrankungen.
Über autosomale Chromosomen vererbt.
Autosomal dominant:
Nur eins der Chromosomen muss zur Ausprägung betroffen sein (Aa/AA).
Über autosomale Chromosomen.
X-chromosomal rezessiv:
Meist Männer betroffen, da sie nur ein X-Chromosom haben.
Über die Geschlechtschromosomen.
X-chromosomal dominant:
Nur ein Chromosom muss defekt sein.
Über Geschlechtschromosomen.
Beurteilung der potenziellen Vererbung (siehe Beispiel Aa x Aa).
Genetische Beratung:
Vor & nach der Untersuchung.
Fragen, die besprochen werden:
Will man es wirklich wissen? Auch wenn es schlecht ausfällt?
Welche Folgen hat das Ergebnis?
Welche Möglichkeiten hat man?
Gibt es Behandlungsmöglichkeiten?
Was ist die Krankheit und was wären die Konsequenzen?
Konsequenzen für einen selber und/oder Freundes-/Familienkreis?
Birgt die Untersuchung (z.B. PND) Risiken mit sich?
All das muss mit dem Patienten genau besprochen werden, damit die sich für oder gegen die Untersuchung entscheiden kann.
PID (Präimplantationsdiagnostik)
Befruchtung im Labor.
Untersuchung für Genommutationen.
Einige Erkrankungen können im Voraus (vor Einpflanzung in Gebärmutter) diagnostiziert werden.
Embryonen werden selektiert (bevorzugte Embryonen, falls krank).
Nicht alle Krankheiten können gefunden werden.
Embryo wird eingepflanzt (nicht alle setzen sich an, der Prozess ist sehr anstrengend).
Wegen Embryonengesetz in Deutschland verboten.
PND (Pränataldiagnostik)
Mit Ultraschalluntersuchungen lässt sich die Entwicklung ohne Eingriffe verfolgen.
Bei der Chorionzottenbiopsie werden Zellen der Plazenta entnommen.
Bei der Amniozentese werden Zellen des Fruchtwassers entnommen.
MIPT: nicht-invasiver Pränataltest, durch Blutabnahmeuntersuchungen.
Invasive Pränataltests können das Kind schädigen.
Durch Untersuchungen können Mutationen im Genom des Embryonen diagnostiziert werden.
Untersuchungen, obwohl der Embryo schon ausgebildet ist.
Bewertung
Vorgehen wie bei Grüner Gentechnik.
Umgang mit menschlicher DNA & angeborenen Beurteilungen: Ethisch vs. wissenschaftlich.
Neurobiologie
Nervenzelle: Bau & Funktion
Wahrnehmung von Reizen oder Weiterleitung Erregungen.
Dendriten nehmen elektrische Signale wahr & leiten es an Soma.
Axonhügel:
Sammelt Signale der Dendriten & leitet elektrische Signale (Aktionspotenzial) an Axon weiter.
So werden zu schwache Signale nicht weitergeleitet.
Axon: Leitet elektrische Signale an Nerven- oder Muskelzellen weiter.
Myelinscheiden sorgen für eine schnellere Weiterleitung des Aktionspotenzials (nur bei Wirbeltieren).
Synapse: Leitet Erregung an die nächste Nervenzelle weiter (chemisch).
Erregungsleitung
Ort der Wahrnehmung --> sensorische Nervenbahnen --> Gehirn (Auswertung) --> motorische Nerven --> ausführendes Organ (Reaktion).
Beispiel: Reiz (Antippen) --> Erregungsleitung --> ausführendes Organ (Muskel) --> Reaktion (Umdrehen).
Ruhepotenzial (Ionentheorie, Messung)
Kaliumionen () sind größtenteils im Inneren der Zelle und wollen durch die Diffusionskraft in den extrazellulären Raum.
Organische Anionen im Inneren der Zelle sorgen für einen Ladungsausgleich, können aber nicht aus der Zelle.
Außerhalb der Zelle balancieren Kalziumionen & Natriumionen sich auch aus.
Beim Ausfluss entsteht ein elektrisches Ungleichgewicht.
Ab einem Punkt sind Diffusionskraft & elektrische Kraft im Gleichgewicht.
Das Zellinnere ist negativ geladen (-70 mV).
Das Gleichgewichtspotenzial ist entstanden.
Natrium-Kalium-Pumpe transportiert Natriumionen () im Austausch gegen Kaliumionen unter ATP-Verbrauch nach außen.
Die Pumpe sorgt dafür, dass das Ungleichgewicht und somit die Diffusionswirkung erhalten bleibt.
Voltage-Clamp-Technik:
Elektroden = Glaskapillaren gefüllt mit einer Salzlösung & mit einem eingeführten Draht, das zu einem Verstärker führt.
Eine Elektrode wäre im Zellinneren (Messelektrode), während die Bezugselektrode im extrazellulären Raum ist.
Die Spannung zwischen der Zelle & dem Äußeren kann gemessen werden und vom Verstärker an ein Oszilloskop weitergeleitet werden.
Das Membranpotenzial wird als Spannung dargestellt und durch eine Kurve sichtbar.
Patch-Clamp-Technik:
Elektrode: Glaskapillare mit 1µm Spitze gefüllt mit einer Salzlösung & durch einen Silberdraht mit einem Computer verbunden.
Ionenkanal wird durch einen Unterdruck eingezogen.
Der Ausfluss von -Ionen kann durch die Elektrode gemessen werden und somit die Öffnung & Schließung der -Ionen-Kanäle ermittelt werden.
Aktionspotenzial (Ionentheorie, Messung, Erregungsleitung)
Ein Impuls wird weitergegeben, was den Schwellwert übersteigen muss.
Dadurch öffnen sich spannungsabhängige Natriumkanäle.
Die Zelle lädt sich positiver auf & Natrium fließt wegen der Diffusionskraft ein (Depolarisation).
Sobald es positiv geladen ist (ca. +40mV) öffnen sich die -Ionen-Kanäle & Natriumkanäle schließen sich (Repolarisation).
-Ionen fließen aus der Zelle, bis sie in der Hyperpolarisation ankommen.
Die Natrium-Kalium-Pumpe sorgt für den erneuten Aufbau des Ruhepotenzials.
Kontinuierliche Erregungsleitung:
Der Innenwiderstand ist abhängig von der Dicke des Axons.
Desto dicker, desto besser.
Bei breiten Axonen kann sich die Ladung besser verteilen, da sie nicht so gut von lokalen Strömchen abgelenkt wird.
Die Übertragung läuft schrittweise & das Aktionspotenzial wird immer wieder neu getragen.
Ladung wird so weit verteilt, dass im nächsten Bereich der Schwellenwert überschritten werden kann.
Die Weitergabe ist verhältnismäßig langsam und bei Nicht-Wirbeltieren.
Es kann nur in eine Richtung wegen der absoluten Refraktärzeit, da spannungsgesteuerte Natrium-Kanäle inaktiviert sind.
Saltatorische Erregungsleitung:
Die Weiterleitung funktioniert gleich.
Die Myelinscheide isoliert die Membran, wodurch keine Ionenströme fließen können.
Nur in den Ranvierschen Schnürringen sind Natriumkanäle.
Nur hier kann ein Aktionspotenzial entstehen.
Die Weiterleitung ist schneller & springend zwischen den Myelinscheiden.
Haben nur Wirbeltiere.
Dadurch können die Axone wesentlich dünner sein & nehmen weniger Platz weg.
Synapse: Molekulare Vorgänge EPSP+IPSP, synaptische Integration
Wenn das Aktionspotenzial im Endknöpfchen ankommt
löst es den Einstrom von Natriumionen aus.
Die veränderte Ladung sorgt für die Öffnung von spannungsabhängigen Calciumkanälen.
Das Calcium transportiert Vesikel zur Zellmembran.
Calcium-Pumpe sorgt für den Ausstrom, das „Aufräumen“ des Natriums.
Vesikel sind mit Acetylcholin befüllt, was in den synaptischen Spalt diffundiert.
Acetylcholin bindet an Transmitter-abhängige Natriumkanäle der Postsynapse.
Die Postsynapse wird depolarisiert und löst das postsynaptische Potenzial aus.
Acetylcholin wird durch die Acetylcholin-Esterase gespalten & Cholin gelangt durch die Membran wieder in die Zelle.
Neue Acetylcholin-Vesikel werden gebildet, für den nächsten Gebrauch.
EPSP (exzitatorisches postsynaptisches Potenzial):
Acetylcholin öffnet Natriumkanäle.
Es wird ein Aktionspotenzial weitergeleitet.
IPSP (inhibitorisches postsynaptisches Potenzial):
Acetylcholin öffnet Kaliumkanäle ( strömt aus).
Acetylcholin öffnet Chloridkanäle ( strömt ein).
Zellinneres wird negativer geladen.
Hemmung von Aktionspotenzialen.
Synaptische Integration:
Räumliche Summation: Verschiedene Dendriten bekommen verschiedene Signale.
Signale werden gegengerechnet & was übrig bleibt (EPSP oder IPSP) passiert.
Zeitliche Summation: Nur eine Synapse - ein Dendrit wird erregt.
Nach mehrfacher Aktivierung kurz hintereinander entsteht ein Aktionspotenzial.