30-jähriger Krieg

Wann begann und endete der Dreißigjährige Krieg?

1618–1648

Was war der unmittelbare Anlass für den Krieg?

Der Prager Fenstersturz im Jahr 1618

Warum kam es zum Prager Fenstersturz?

Der Majestätsbrief, der religiöse Freiheiten für Protestanten garantierte, wurde widerrufen. Dies führte zu Protesten der protestantischen Stände in Böhmen.

Welche Hauptursache hatte der Krieg?

Die Reformation und die daraus folgende Glaubensspaltung

Welche politische Vereinbarung hatte die Glaubensfrage zuvor geregelt?

Der Augsburger Religionsfrieden von 1555

Warum konnte der Augsburger Religionsfrieden den Konflikt nicht verhindern?

Er sicherte nur die Wahlfreiheit der Landesherren, aber nicht der Untertanen. Zudem blieb der Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken bestehen.

Welche zwei militärischen Bündnisse standen sich gegenüber?

Die Protestantische Union (gegründet 1608) und die Katholische Liga (gegründet 1609)

In welche vier Phasen wird der Krieg unterteilt?

1. Böhmisch-Pfälzischer Krieg (1618–1623)
2. Dänisch-Niedersächsischer Krieg (1625–1629)
3. Schwedischer Krieg (1630–1635)
4. Schwedisch-Französischer Krieg (1635–1648)

Wer war der Anführer der böhmischen Protestanten?

Friedrich V. von der Pfalz, der sogenannte „Winterkönig“

Warum wurde Friedrich V. „Winterkönig“ genannt?

Weil seine Herrschaft in Böhmen nur einen Winter (1619–1620) dauerte

Welche Schlacht entschied diese Phase des Krieges?

Die Schlacht am Weißen Berg (1620)

Wer siegte in der Schlacht am Weißen Berg?

Die katholischen Truppen unter Führung von Habsburg

Was geschah nach der Niederlage der Protestanten in Böhmen?

Böhmen wurde habsburgisches Gebiet, und die protestantische Elite wurde unterdrückt oder hingerichtet.

Welches protestantische Land griff 1625 in den Krieg ein?

Dänemark unter König Christian IV.

Warum unterstützte Dänemark die Protestanten?

Christian IV. wollte seine Macht in Norddeutschland ausweiten und die protestantischen Fürsten unterstützen.

Wer war der wichtigste Feldherr auf katholischer Seite?

Albrecht von Wallenstein

Was erreichte Wallenstein?

Er besiegte die dänischen Truppen und zwang Christian IV. 1629 zum Frieden.

Wie endete diese Kriegsphase?

Mit dem Restitutionsedikt von 1629

Was besagte das Restitutionsedikt?

Alle kirchlichen Gebiete, die seit 1552 protestantisch geworden waren, sollten an die katholische Kirche zurückgegeben werden.

Welches protestantische Land griff 1630 in den Krieg ein?

Schweden unter König Gustav II. Adolf

Warum griff Schweden in den Krieg ein?

Um die protestantischen Gebiete zu schützen und die Hegemonie des katholischen Habsburgs in Nordeuropa zu brechen.

Welche wichtige Stadt eroberten die Schweden?

Magdeburg, das jedoch 1631 von kaiserlichen Truppen brutal zerstört wurde („Magdeburger Hochzeit“).

Welche entscheidende Schlacht gewann Gustav II. Adolf?

Die Schlacht bei Breitenfeld (1631)

Warum war die schwedische Armee so erfolgreich?

Sie war modern organisiert: schnelle Truppenbewegungen, starke Artillerie und ein diszipliniertes Heer.

Wann und wo fiel Gustav II. Adolf?

1632 in der Schlacht bei Lützen

Welche bedeutende Persönlichkeit wurde 1634 ermordet?

Albrecht von Wallenstein

Warum wurde Wallenstein ermordet?

Er hatte eigenmächtig Friedensverhandlungen mit Schweden geführt und wurde deshalb vom Kaiser als Verräter gesehen.

Welches katholische Land trat 1635 auf protestantischer Seite in den Krieg ein?

Frankreich unter Kardinal Richelieu

Warum unterstützte Frankreich die Protestanten?

Frankreich wollte die Macht der Habsburger schwächen, obwohl es selbst katholisch war.

Welche Strategie prägte diese Phase?

Der Krieg wurde ein reiner Machtkampf zwischen Frankreich, Schweden und dem Heiligen Römischen Reich.

Welche Folgen hatte der Krieg für Deutschland?

Zerstörung, Plünderungen, Hungersnöte, Pest, Millionen Tote

Wann und wie endete der Krieg?

Mit dem Westfälischen Frieden von 1648

Was regelte der Westfälische Frieden?

1. Der Augsburger Religionsfrieden wurde bestätigt.
2. Die Schweiz und die Niederlande wurden unabhängig.
3. Das Heilige Römische Reich zerfiel in über 300 Kleinstaaten.
4. Frankreich und Schweden wurden europäische Großmächte.
5. Der deutsche Kaiser verlor an Macht.

Warum hatte der Krieg kaum religiöse Veränderungen zur Folge?

Weil die Bestimmungen des Augsburger Religionsfriedens bestehen blieben.

Warum war der Krieg für Deutschland besonders schlimm?

Deutschland war verwüstet, die Bevölkerung litt unter Hungersnöten und Seuchen.

Warum spricht man vom Dreißigjährigen Krieg als „europäischen Krieg“?

Weil fast alle europäischen Großmächte beteiligt waren.

Welche Langzeitfolgen hatte der Krieg?

Die politische Zersplitterung Deutschlands hielt noch Jahrhunderte an.