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1.1 Einleitung
Die Geschichte erfolgreicher Unternehmen und Persönlichkeiten
- Harvard-Studienabbrecher Bill Gates gründet Microsoft, ohne Programmierer zu sein.
- Microsoft wird eine dominierende Kraft im Softwaremarkt.
- Gates gilt als reichster Mann der Welt, wird aber unterschiedlich wahrgenommen.
- Steve Jobs und Steven Wozniak gründen Apple und treiben die Idee voran, dass Computer nicht nur nützlich, sondern auch ästhetisch ansprechend sein können.
- Zwei Stanford-Absolventen programmieren eine transformative Suchmaschine, Google.
- Google wird eine zentrale Rolle im Leben der Menschen spielen, indem es persönliche Daten sammelt und unsere Interaktion mit der digitalen Welt definiert.
Einfluss von Google auf den Alltag
- Google ersetzt traditionelle Medien, kennt persönliche Interessen und organisiert das Leben über digitale Schnittstellen.
- Existenzbedrohung für Unternehmen, die nicht in Google gelistet sind.
Weitere Unternehmen mit ähnlichem Erfolg
- In Deutschland und Österreich gibt es erfolgreiche Firmengeschichten (z.B. Alando, Jamba, StudiVZ, Zalando).
- Erfolge basieren nicht nur auf genialen Ideen, sondern auch auf der notwendigen Finanzierung.
Ziel des Kapitels
- Darstellung, wie Kapitalgeber über einen Businessplan überzeugt werden können, Kapital zu investieren.
- Bedeutung von Kapital für den Erfolg von Start-ups.
1.1 Einleitung zur Unternehmensleitung
Management hat die Aufgabe, den Unternehmenswert für Anteilseigner zu maximieren.
- Das Konzept des Shareholder Value:
- Der Marktwert des Eigenkapitals soll maximiert werden.
- Definition: Marktwert des Eigenkapitals = aktueller Börsenkurs × Anzahl der ausgegebenen Aktien, auch Marktkapitalisierung genannt.
- Unterschied zwischen Marktwert und Buchwert des Eigenkapitals.
Beispiel:
- Ein soziales Netzwerk mit einem Aktienkurs von 130,11 US-Dollar und 2,9 Mrd. ausgegebenen Aktien.
- Shareholder Value: .
- Unternehmenswert berechnet sich als Summe von Marktwert und Fremdkapital.
Bedeutung von Planung
Die Notwendigkeit der Planung wird erläutert.
- Zweck der Planung:
- Erkennen von Chancen und Gefahren.
- Abstimmung der Unternehmensaktivitäten.
- Leistungsmotivation für Führungskräfte und Mitarbeiter durch Zielvorgaben.
Planung muss in der Realität stattfinden, nicht isoliert. Externe Meinungen sind notwendig.
Bedeutung eines Businessplans:
- Weniger als 18% der Gründer haben einen schriftlich ausgearbeiteten Businessplan.
- Der Businessplan ist entscheidend, um Kapitalgeber zu überzeugen.
1.2 Begriff und Aufbau des Businessplans
Definition des Businessplans:
- Detaillierte Darstellung des Unternehmens in der Zukunft.
- Beinhaltet Geschäftsidee, Unternehmensstrategie, Rechtsstruktur, Finanzierung und Marktanalyse.
Funktionen des Businessplans:
- Entscheidungshilfe für Unternehmer und Kapitalgeber.
- Unterstützung der Leitung bei verschiedenen geschäftlichen Aspekten und in Gesprächen mit Investoren.
- Klärung der Unternehmensziele und der nächsten Schritte.
Typische Gliederung des Businessplans
- 1. Executive Summary
- 2. Unternehmen und Management (Geschichte, Zielsetzung, Management-Team)
- 3. Produkte/Dienstleistungen (Beschreibung, Marktreife, Wettbewerb)
- 4. Markt und Konkurrenz (Kundendefinition, Marktgröße)
- 5. Marketing- und Wettbewerbsstrategie
- 6. Verkauf
- 7. Produktion
- 8. Finanzdaten und Prognosen (Umsatzprognosen, Gewinn- und Verlustrechnung)
- 9. Finanzplanung (Kapitalbedarf, Risiken)
- Unternehmenscontrolling
- Anhang (Lebensläufe, technische Daten, Marktforschung)
1.3 Ersteller des Businessplans
Unterscheidung zwischen selbständigen und unselbständigen Gründungen.
Beispiele für Unternehmen, die aus bestehenden Firmen gegründet wurden, wie Twitter.
Derivative vs. originäre Gründungen:
- Derivative Gründung: Schaffung neuer Strukturen.
- Originäre Gründung: Aufbau eines neuen Unternehmens von Grund auf.
Unterschiedliche Unternehmensgründungen
- Small and Medium Enterprises (SME) vs. Innovation-Driven Enterprises (IDE)
- SMEs bedienen den lokalen Markt mit bekannten Produkten.
- IDEs setzen auf neue Innovationen und haben höhere Wachstumspotenziale.
- Beispiel für Innovation: Steve Jobs nutzt bereits existierte Technologien und macht sie kommerziell erfolgreich.
1.4 Adressaten des Businessplans
Die duale Funktion des Businessplans:
- Externe Entscheidungsträger (Kapitalgeber, Banken)
- Interne Entscheidungsträger (Management)
Innenfinanzierung vs. Außenfinanzierung:
- Innenfinanzierung erfolgt durch interne Unternehmensmittel und ist nur für etablierte Unternehmen möglich.
- Außenfinanzierung von Neugründungen ist notwendig, da zu Beginn kaum Einnahmen vorhanden sind.
Verschiedene Finanzierungsquellen
- Eigenkapital vs. Fremdkapital:
- Eigenkapital ist risikobehaftet, erlaubt Mitspracherechte.
- Fremdkapital hat weniger Risiko, jedoch keine Mitspracherechte.
Verschiedene Phasen der Kapitalaufnahme
- Seed Financing: Finanzierung zur Entwicklung einer Idee.
- Start-Up Financing: Finanzierung für die Gründung ohne Einnahmen.
- First Stage Financing: Finanzierung für den Produktionsstart.
- Second Stage Financing: Finanzierung nach Erreichung der Gewinnschwelle.
- Third Stage Financing: Überbrückungsfinanzierung für den Börsengang.
- Fourth Stage Financing: Einnahmen aus dem Börsengang (IPO).
Crowdfunding und Crowdinvesting
- Alternative Finanzierungsformen, die für kleinere Vorhaben genutzt werden können.
1.5 Literaturempfehlungen
- Wichtige Literatur zu Venture Capital und Innovationsfinanzierung.