Biologie - Abitur Zusammenfassung
Stoffwechsel
Enzymatik
Enzyme: Biokatalysatoren, beschleunigen biochemische Prozesse im Körper.
Aktivierungsenergie: Enzyme setzen die Aktivierungsenergie herab, die nötig ist, um chemische Reaktionen zu starten.
Aufbau: Enzyme sind Proteine aus Aminosäureketten mit spezifischer Raumstruktur.
Holoenzyme: Komplex aus Apoenzym und Wirkgruppe (prosthetische Gruppe, Coenzym).
Spezifität:
Substratspezifisch: Jedes Enzym wirkt nur mit spezifischem Substrat (Schlüssel-Schloss-Prinzip).
Wirkungsspezifisch: Jedes Enzym katalysiert eine bestimmte Reaktion, führt zu einem spezifischen Produkt.
Reaktionsgeschwindigkeit
Abhängig von Substratkonzentration, Temperatur und pH-Wert.
Michaelis-Menten-Konstante: Substratkonzentration bei halbmaximaler Geschwindigkeit.
Einflussfaktoren
Temperatur: RGT-Regel, Optimumswert für enzymatische Reaktionen. Hohe Temperaturen können zur Denaturierung führen.
pH-Wert: Jedes Enzym hat ein spezifisches pH-Optimum. Bei Abweichungen denaturieren die Enzyme.
Hemmung
Kompetitive Hemmung: Hemmstoff konkurriert mit Substrat um aktives Zentrum.
Allosterische Hemmung: Hemmstoff bindet an andere Stelle, verändert Struktur des Enzyms.
Irreversible Hemmung: Hemmstoffe (z.B. Schwermetalle) binden dauerhaft an das Enzym.
Endprodukthemmung: Endprodukte von Reaktionen hemmen weitere Reaktionen, um Überproduktion zu verhindern.
Fotosynthese
Prozess
Umwandlung von CO2 und Wasser in Glucose unter Lichtenergieeinfluss.
Aufbau eines Laubblattes
Obere Kutikula: Wachsschicht schützt vor Transpiration.
Palisadenparenchym: Enthält Chloroplasten für Fotosynthese.
Schwammparenchym: Gasaustausch und Speicherung von Wasser.
Chloroplasten
Struktur: Doppelmembran, Thylakoide in Granathylakoiden.
Pigmente: Chlorophyll a, b und Carotinoide zur Lichtabsorption.
Primärreaktion (lichtabhängig)
Elektronentransport in Fotosystemen (I und II).
Bildung von ATP und NADPH.
Sekundärreaktion (lichtunabhängig)
Calvin-Zyklus: C6H12O6 wird aus CO2 und H2O gebildet.
Fixierung des Kohlenstoffs.
Energieübertragung: ATP/NADPH + H+ für Redoxreaktionen.
Regeneration des Akzeptormoleküls.
Abhängigkeit der Fotosyntheserate
Licht, Temperatur, CO2-Konzentration als begrenzende Faktoren.
Zellatmung/Genetik
Zellarten
Prokaryoten: Keine Zellorganellen, DNA in Chromosomen/Plasmiden.
Eukaryoten: Zellkerne und Organellen, ermöglicht Kompartimentierung.
Zellorganellen
Mitochondrien: Zellatmung, Energieproduktion.
Ribosomen: Proteinsynthese.
Proteinbiosynthese
Transkription: DNA wird in mRNA umgeschrieben.
Translation: mRNA wird in Aminosäuresequenzen übersetzt.
Mutationen
Chromosomen- und Genmutationen, Punktmutationen etc.
Neurobiologie/Hormone
Aktionspotential
Spannungsänderungen in Nervenzellen; Grundlage für Informationsleitung.
Entstehung aus Ruhepotential über Depolarisation und Repolarisation.
Erregungsleitung
Kontinuierliche und saltatorische Leitung durch Axone.
Immunbiologie
Immunreaktion
Unspezifische Abwehr: Makrophagen, natürliche Barrieren.
Spezifische Abwehr: Lymphozyten, Antikörperproduktion.
Klonale Selektion: Bildung spezialisierter B-Zellen und Gedächtniszellen.
Ökologie
Lebensgemeinschaften
Populations- und Trophiestufen.
Ökologische Nische: Interaktionen zwischen verschiedenen Arten.