Organisation der Personalwirtschaft

1. Überblick

  • In kleineren Unternehmen (z.B. Hotels, Restaurants) ist die Personalorganisation oft weniger bedeutend.

  • Zunächst wird die Organisation der Personalabteilung betrachtet, gefolgt von der Eingliederung dieser Abteilung in die Unternehmensstruktur.

  • Häufig werden Bereiche des Personalwesens an externe Dienstleister ausgelagert, z. B. Personalauswahl, Lohnbuchhaltung, Personalentwicklung.

2. Aufbau der Personalabteilung

  • Die Personalabteilung kann aus verschiedenen spezifischen Referenten bestehen:

    • Personalreferenten

    • Gehaltsreferenten

    • Sozialreferenten

  • Die Aufgaben der Personalabteilung umfassen:

    • Personalbeschaffung

    • Personalverwaltung

    • Personalentwicklung

    • Lohn- und Gehaltsabrechnung

3. Eingliederung in die Organisationsstruktur

  • Klärung organisatorischer Fragen:

    • Hierarchische Positionierung (Abteilung, Hauptabteilung, Geschäftsbereich)

    • Berichtsweg (direkt an Geschäftsleitung oder an andere Abteilungen)

    • Bedeutung des Personalwesens im Unternehmensgefüge

    • Einfluss und Stellung des Personalleiters

  • Ziel: Koordination der Einzelinteressen für ein unternehmenseinheitliches Handeln.

Personalwirtschaftliche Aufgaben in kleinen Unternehmen

1. Durchführung der Aufgaben

  • In kleineren Unternehmen nehmen der Unternehmer oder Verwaltungsleiter die personalwirtschaftlichen Aufgaben selbst wahr.

  • Vorteile und Nachteile dieser Aufgabenverteilung:

    • Vorteile:

      • Schnelle Entscheidungen möglich

      • Geringe Kosten (keine große Personalabteilung nötig)

    • Nachteile:

      • Mangelnde Fachkompetenz

      • Zeitliche Überforderung der Führungskräfte

      • Fehlende Entscheidungs- und Weisungskompetenz bei Stabsstellen

2. Stabsstelle Personal

  • Beschreibung:

    • Unterstützt die Geschäftsleitung beratend

    • Wenig oder keine eigene Entscheidungsbefugnis

  • Aufgaben:

    • Verwaltende Tätigkeiten (z.B. Lohnabrechnung)

    • Entscheidungsvorbereitende Aufgaben (z.B. Personalentscheidungen)

  • Fazit:

    • Geeignete Alternative zur Personalabteilung in mittleren gastronomischen Betrieben.

Personalplanung

1. Notwendigkeit und Basis

  • Um den Bedarf an Mitarbeitenden mit spezifischen Qualifikationen zu bestimmen:

    • Ausgangspunkt: Bestandsaufnahme der aktuellen Situation

    • Beginn mit der Arbeitsplatzanalyse.

2. Arbeitsplatzanalyse

  • Definition: Analyse der Arbeitssituation, kann in vier Teilanalysen unterteilt werden:

    • Aufgabenanalyse: Komplexe Aufgaben werden in Teilaufgaben gegliedert.

    • Bedingungsanalyse: Untersuchung der Arbeitsmethoden und Hilfsmittel.

    • Rollenanalyse: Interaktionsbeziehungen unter den Mitarbeitenden.

    • Anforderungsanalyse: Festlegung von Qualifikationsanforderungen für jede Position.

3. Durchführung und Ziel

  • Ziel der Arbeitsplatzanalyse:

    • Erstellung einer Stellenbeschreibung und eines Anforderungsprofils.

    • Berücksichtigung der Ergebnisse für die gerechte Entlohnung der Mitarbeitenden.

Analyse der Mitarbeiteraufgaben

1. Schritte

  • Aufgabenanalyse: Erfassung der Tätigkeiten jedes Mitarbeiters.

  • Bedingungsanalyse: Berücksichtigung spezieller Arbeitsbedingungen.

  • Rollenanalyse: Analyse der Kommunikationsstrukturen und organisatorischen Hierarchien.

2. Bedeutung der Analysen

  • Unterstützt die Erstellung von Anforderungsprofilen und die angemessene Vergütung der Mitarbeitenden.

  • Sicherstellung der Funktionsfähigkeit im Unternehmen und der Zufriedenheit der Mitarbeitenden durch gezielte Personalplanung.