Lioba Mitschriften, zusammengefügt, komprimiert
Französische und Englische Kunst von 1734 bis ca. 1750
Repräsentative Öffentlichkeit und Bürgerliche Öffentlichkeit
Vor 1750 dominierte die repräsentative Kunst, die hauptsächlich für Kirche und Hof gedacht war.
Die allgemeine Bevölkerung war meist passive Zuschauer.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich die Kunst zu einer Ausstellungskunst, die für ein bürgerliches Publikum zugänglicher wurde.
Kunst wurde zu einem Gegenstand kritischer Diskussion, notamment in Zeitschriften.
Angelika Kaufmann
Kaufmann war eine bedeutende Künstlerin, die sowohl Porträts als auch Historienmalerei schuf.
Ihr Porträt hängt in einer Kirche, während ihre Historienmalerei 1769 im Salon der Royal Academy of Arts erstmals ausgestellt wurde.
Zunehmender Umschwung in der Kunst: Von Hofkünstlern wie Haydn zu Publikumskünstlern.
Kunstausstellungen
Regelmäßige Kunstausstellungen entstanden im 18. Jahrhundert, organisiert von Kunstakademien und Kunstvereinen.
Pariser Salonausstellungen, die ab 1737 stattfinden, waren von großer Bedeutung.
Eintritt in diese Ausstellungen war kostenlos und sie waren sehr gut besucht.
Rolle der Kunstkritiker
Gelehrte und Schriftsteller übernahmen die Rolle der Kunstkritiker, was zu einem breiten Publikum führte.
Die Salonausstellungen wurden zu einem Forum für soziale und politische Diskussionen.
Es gab Spannungen zwischen der Monarchie und einer aufkommenden kritischen Öffentlichkeit.
Entwicklung von Kunstmuseen
Kunstsammlungen wurden von ihrer herrschaftlichen Relevanz getrennt und für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Musen wie das Museo dei Capitolino in Rom (1735) wurden gegründet, um größere Publikum zu erreichen.
In Wien wurden kaiserliche Sammlungen in das Schloss Belvedere übertragen (1777).
Entwicklung der Kunst in Paris und London
Ab 1747 wurde die Einrichtung eines Kunstmuseums im Louvre gefordert, was durch die Revolution 1789 gekrönt wurde.
Kunstwerke wurden als nationales Eigentum betrachtet, besonders nach dem napoleonischen Kunstraub.
Kunstausstellungen und Künstlermarketing
Kunstausstellungen wurden zu Plattformen für Künstler, um neues Publikum zu erreichen, einige schlossen sich auch außerhalb der Akademie zusammen.
Druckgrafiken wurden als Methode genutzt, um Kunstwerke zu vermarkten und ein breiteres Publikum zu erreichen.
Kunst und Rolle des Publikums
Salonausstellungen, ab 1765 in Paris, wurden zu Schlüsselereignissen für Publikum und Künstler.
Die Aufstellung der Kunstwerke folgte einer strukturierten Hierarchie, die nicht immer mit dem Geschmack des Publikums übereinstimmte.
Weniger populäre Künstler
Künstler wie Jean-Siméon Chardin und Jean Baptiste Greuze hielten große Popularität, während François Boucher oft in der Kritik stand.
Historienmalerei hatte den höchsten Rang, aber Genremalerei gewann an Publikum und Marktakzeptanz.
Viktorianische und Nachvictorianische Kunst
In den 1960er Jahren und darüber hinaus zeigt die Kunst, wie sich unterschiedliche soziale und politische Kontexte in der Kunst niederschlagen. Künstler wie Picasso und Duchamp entstammen verschiedenen Traditionen, von denen sich die Kunst fortlaufend abhebt und verwandelt.
Skulpturen und Installationen, wie von Canova oder Rodin, sind Beispiele für die Entwicklung von der formalen Ästhetik hin zu stärker konzeptioneller Kunst.
Zusammenfassung
Der Wandel der Kunst vom repräsentativen zu einem bürgerlicheren Ansatz spiegelt die sozialen und politischen Veränderungen des 18. Jahrhunderts wider.
Künstlerpositionen wurden unterschiedlich wahrgenommen, mit einer Tendenz zur zunehmenden Sichtbarkeit und Diskussion von Kunst durch ein breiteres, diversifiziertes Publikum.
Die Transformation der Kunstinstitutionen, Museen und Ausstellungen bedeutete einen bedeutenden Schritt in Richtung größerer Zugänglichkeit und Diskussion über Kunst im Allgemeinen.