Studiennotizen zur Geldmengensteuerung, Inflation und Wirtschaftspolitik
Geldmengensteuerung
- Instrumente der SNB:
- Mindestreservepolitik: Ein Instrument zur Steuerung der Geldmenge, das der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zur Verfügung steht.
- Portfoliopolitik: Ein weiteres Instrument zur Steuerung der Geldmenge.
- Mindestreservesatz:
- Eine Erhöhung des Mindestreservesatzes schränkt die Banken in ihrer Kreditvergabe ein.
- Eine Reduktion des Mindestreservesatzes durch die SNB ermöglicht es den Banken, die Kreditvergabe zu erhöhen.
Inflation
- Definition:
- Von einer Inflation spricht man, wenn sich das allgemeine Preisniveau einer Volkswirtschaft erhöht.
- Wechselwirkungen:
- Wenn die Preise von Kartoffeln markant steigen, kann auch von Inflation gesprochen werden.
- Eine sehr hohe Inflation wird nicht als Deflation bezeichnet, sondern bleibt Inflation.
- Ursachen:
- Ein möglicher Grund für Deflation ist eine markante Abschwächung der inländischen Währung.
- Deflation kann auch durch eine starke inländische Währung verursacht werden.
Geldmenge
- Definitionen:
- Buchgeld: Sichteinlagen bei Banken und Post.
- Geldmengen M1 bis M3: Aufgliederung der Geldmenge nach Bargeld und Buchgeld, wobei auch das Bargeld in den Kassen der Banken zählt.
- Komponenten des BIP (Bruttoinlandsprodukt):
- Das BIP setzt sich von der Verwendungsseite aus folgenden Komponenten zusammen: private und staatliche Konsumausgaben, Direktinvestitionen, Exporte abzüglich Importe.
Tätigkeiten der Notenbank
- Geldmenge erhöhen:
- Die Notenbank kann die Geldmenge erhöhen, indem sie Wertpapiere am Markt kauft oder ausländische Währungen kauft.
- Rückzahlungen von Krediten:
- Wenn Kredite zurückbezahlt werden, ändert sich die Geldmenge und kann verringert werden.
Konjunktur
- Definition:
- Der Begriff Konjunktur beschreibt die wirtschaftliche Lage einer Volkswirtschaft und die Schwankungen im BIP.
- Produktion:
- Überbelastung des Produktionsfaktors Arbeit führt zu Arbeitslosigkeit.
- Konjunkturzyklen haben in der Regel unterschiedliche Längen und Vorhersagbarkeit.
Konjunkturpolitik
- Wichtigkeit der Erwartungen:
- Für die Nachfrager sind die Erwartungen oft wichtiger als das aktuelle Wirtschaftsgeschehen.
- Fiskalpolitik:
- Fiskalpolitik bezieht sich auf die Verwendung von Haushaltseinnahmen und -ausgaben durch die Regierung zur Steuerung der Wirtschaft.
- Expansive Geldpolitik bezeichnet eine Haltung der Zentralbank zur Ankurbelung der Wirtschaft.
BIP (Bruttoinlandsprodukt)
- Nominales BIP und Reales BIP:
- Nominal: Nicht bereinigt um Inflation.
- Real: Bereinigt um Inflation und berücksichtigt konstanten Preis.
Marktveränderungen
- Wechselkurse:
- Ein steigender Wechselkurs kann Exporte begünstigen, während fallende Wechselkurse die Exporte schmälern können.
Arbeitslosigkeit
- Definitionen:
- Vollbeschäftigung: Der Zustand, bei dem es keine Arbeitslosen gibt.
- Friktionale Arbeitslosigkeit: Kurzfristige Arbeitslosigkeit zwischen zwei Arbeitsplätzen
- Natürliche Arbeitslosigkeit bedeutet nicht totale Abwesenheit von Arbeitslosigkeit.
Stagflation
- Definition:
- Stagflation beschreibt eine Kombination von stagnierender Wirtschaft (hohe Arbeitslosigkeit) und Inflation.
Zahlungsbilanz
- Struktur:
- Die Zahlungsbilanz setzt sich aus der Leistungsbilanz und der Kapitalbilanz zusammen.
- Eine positive Handelsbilanz zeigt an, dass mehr exportiert als importiert wird.
Fiskalpolitik
- Begriffe:
- Die Laffer-Kurve zeigt den Zusammenhang zwischen Steuersatz und Steuereinnahmen auf, wobei zu hohe Steuersätze zu sinkenden Einnahmen führen können.
Offene Marktoperationen
- Definition:
- Offene Marktoperationen sind Maßnahmen zur Beeinflussung der Geldmenge durch Kauf und Verkauf von Wertpapieren durch die Notenbank.
Lückentexte (Beispiele):
- Steigende Wechselkurse bei der Mengennotierung bedeuten, dass die Exporte darunter leiden.
- Die importierte Inflation kann dann entstehen, wenn die Preise von Rohstoffen steigen.