Fehlzeiten

  • Definition: Fehlzeiten sind alle Abwesenheitstage eines Mitarbeiters, an denen er normalerweise arbeiten müsste (gemäß Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung, Tarifvertrag).
  • Weitere Begriffe: Ausfallzeiten, Absentismus.
Arten von Fehlzeiten
  1. Motivationsbedingt

    • Ursachen: Angst vor der Arbeit oder Vorgesetzten, Unlust, schlechtes Betriebs- klima, fehlender Sinn in der Arbeit.
  2. Krankheitsbedingt

    • Ursachen: Physische/psychische Erkrankungen, Stress, Überforderung, einseitige Belastung, Berufskrankheiten.
  3. Sonstige Ursachen

    • Ursachen: Weiterbildung, Sonderurlaub.
Fehlzeitengespräch
  • Zweck: Analyse und Überwindung der Ursachen von Fehlzeiten.
  • Ansatz:
    • Gespräche mit Mitarbeitern führen, die oft oder lange krank waren.
    • Vermeidung von psychischem Druck auf die Mitarbeiter.
Leitfaden für Rückkehrgespräche
  1. Vorbereitung

    • Analyse der Fehlzeiten.
    • Ausreichend Zeit und richtiger Zeitpunkt wählen.
    • Gesprächsziel definieren.
  2. Durchführung und Abschluss

    • Begrüßung und gutes Klima schaffen.
    • Fragen zu den Ursachen stellen.
    • Stellungnahme des Mitarbeiters anhören.
    • Lösungsansätze diskutieren.
    • Besprechen von zukünftigen Verhaltensweisen und Unterstützungsmöglichkeiten.
    • Positives Gesprächsende.
  3. Protokollierung des Gesprächsinhalts

  • Sonderfälle: Wenn Fehlzeiten vermeidbar scheinen, sind Kontrollen des Mitarbeiterverhaltens notwendig. Bei Fehlverhalten können Sanktionen wie Lohnabzüge, Abmahnungen oder Kündigungen erforderlich sein.

Personalentwicklung

  • Definition: Personalentwicklung umfasst die Weiterbildung und Qualifizierung bestehender Mitarbeiter zur Förderung ihrer beruflichen Perspektiven.
  • Bedeutung: Steigende Relevanz durch Fachkräftemangel.
Ziele der Personalentwicklung
  • Anpassen der Mitarbeiterfähigkeiten an die Anforderungen der Arbeitsaufgaben.
  1. Positionsorientierte Förderung

    • Entwicklung auf spezifische Positionen.
  2. Potenzialorientierte Förderung

    • Aufbau eines Talentpools für zukünftige Stellenbesetzungen.
Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung
  • Möglichkeit der Mitarbeiter zur persönlichen Weiterentwicklung erhöht die Bindung ans Unternehmen.
  • Seminare und Veranstaltungen sollten auch außerhalb des Tätigkeitsbereichs angeboten werden.
Instrumente der Personalentwicklung
  1. On-the-Job (Personalentwicklung im Unternehmen)

    • Job Enlargement: Erweiterung der Arbeitsinhalte durch neue Aufgaben.
    • Job Enrichment: Anreicherung der Tätigkeitsinhalte durch qualitativ anspruchsvollere Aufgaben.
    • Job Rotation: Wechsel zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen zur Schaffung von Verständnis für unterschiedliche Bereiche.
    • Qualitätszirkel: Freiwillige Gruppen zur Identifikation und Lösung von Arbeitsprozessproblemen.
    • Coaching: Intensives individuelles Lernen und Unterstützung bei der Überwindung von Herausforderungen.
    • Mentoring: Erfahrene Führungskräfte unterstützen weniger erfahrene Mitarbeiter.
  2. Off-the-Job (Außerhalb des Arbeitsplatzes):

    • Weiterbildung, Seminare, Fernstudiengänge.
Erfolgsfaktoren der Personalentwicklung
  1. systematische Bedarfsanalyse der Mitarbeiter.
  2. Ziele der Personalentwicklung gemeinsam mit Mitarbeitern festlegen.
  3. Definition konkreter Maßnahmen (On-the-Job, Off-the-Job).
  4. regelmäßige Kontrollen der Effektivität der Maßnahmen.
Stufen der Personalentwicklung
  1. Bedarfsanalyse: Ermittlung des quantitativen und qualitativen Personalbedarfs.
  2. Potenzialanalyse: Individuelle Mitarbeiterpotenziale ermitteln.
  3. Potenzialentwicklung: Entwicklung abgestimmter Maßnahmen.
  4. Stellenbesetzung: Optimierung von Eignungsprofilen und Anforderungsprofilen.
  5. Personalentwicklungscontrolling: Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen.