Fehlzeiten
- Definition: Fehlzeiten sind alle Abwesenheitstage eines Mitarbeiters, an denen er normalerweise arbeiten müsste (gemäß Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung, Tarifvertrag).
- Weitere Begriffe: Ausfallzeiten, Absentismus.
Arten von Fehlzeiten
Motivationsbedingt
- Ursachen: Angst vor der Arbeit oder Vorgesetzten, Unlust, schlechtes Betriebs- klima, fehlender Sinn in der Arbeit.
Krankheitsbedingt
- Ursachen: Physische/psychische Erkrankungen, Stress, Überforderung, einseitige Belastung, Berufskrankheiten.
Sonstige Ursachen
- Ursachen: Weiterbildung, Sonderurlaub.
Fehlzeitengespräch
- Zweck: Analyse und Überwindung der Ursachen von Fehlzeiten.
- Ansatz:
- Gespräche mit Mitarbeitern führen, die oft oder lange krank waren.
- Vermeidung von psychischem Druck auf die Mitarbeiter.
Leitfaden für Rückkehrgespräche
Vorbereitung
- Analyse der Fehlzeiten.
- Ausreichend Zeit und richtiger Zeitpunkt wählen.
- Gesprächsziel definieren.
Durchführung und Abschluss
- Begrüßung und gutes Klima schaffen.
- Fragen zu den Ursachen stellen.
- Stellungnahme des Mitarbeiters anhören.
- Lösungsansätze diskutieren.
- Besprechen von zukünftigen Verhaltensweisen und Unterstützungsmöglichkeiten.
- Positives Gesprächsende.
Protokollierung des Gesprächsinhalts
- Sonderfälle: Wenn Fehlzeiten vermeidbar scheinen, sind Kontrollen des Mitarbeiterverhaltens notwendig. Bei Fehlverhalten können Sanktionen wie Lohnabzüge, Abmahnungen oder Kündigungen erforderlich sein.
Personalentwicklung
- Definition: Personalentwicklung umfasst die Weiterbildung und Qualifizierung bestehender Mitarbeiter zur Förderung ihrer beruflichen Perspektiven.
- Bedeutung: Steigende Relevanz durch Fachkräftemangel.
Ziele der Personalentwicklung
- Anpassen der Mitarbeiterfähigkeiten an die Anforderungen der Arbeitsaufgaben.
Positionsorientierte Förderung
- Entwicklung auf spezifische Positionen.
Potenzialorientierte Förderung
- Aufbau eines Talentpools für zukünftige Stellenbesetzungen.
Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung
- Möglichkeit der Mitarbeiter zur persönlichen Weiterentwicklung erhöht die Bindung ans Unternehmen.
- Seminare und Veranstaltungen sollten auch außerhalb des Tätigkeitsbereichs angeboten werden.
Instrumente der Personalentwicklung
On-the-Job (Personalentwicklung im Unternehmen)
- Job Enlargement: Erweiterung der Arbeitsinhalte durch neue Aufgaben.
- Job Enrichment: Anreicherung der Tätigkeitsinhalte durch qualitativ anspruchsvollere Aufgaben.
- Job Rotation: Wechsel zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen zur Schaffung von Verständnis für unterschiedliche Bereiche.
- Qualitätszirkel: Freiwillige Gruppen zur Identifikation und Lösung von Arbeitsprozessproblemen.
- Coaching: Intensives individuelles Lernen und Unterstützung bei der Überwindung von Herausforderungen.
- Mentoring: Erfahrene Führungskräfte unterstützen weniger erfahrene Mitarbeiter.
Off-the-Job (Außerhalb des Arbeitsplatzes):
- Weiterbildung, Seminare, Fernstudiengänge.
Erfolgsfaktoren der Personalentwicklung
- systematische Bedarfsanalyse der Mitarbeiter.
- Ziele der Personalentwicklung gemeinsam mit Mitarbeitern festlegen.
- Definition konkreter Maßnahmen (On-the-Job, Off-the-Job).
- regelmäßige Kontrollen der Effektivität der Maßnahmen.
Stufen der Personalentwicklung
- Bedarfsanalyse: Ermittlung des quantitativen und qualitativen Personalbedarfs.
- Potenzialanalyse: Individuelle Mitarbeiterpotenziale ermitteln.
- Potenzialentwicklung: Entwicklung abgestimmter Maßnahmen.
- Stellenbesetzung: Optimierung von Eignungsprofilen und Anforderungsprofilen.
- Personalentwicklungscontrolling: Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen.