Mitschrift 1/6 angewandte Empirie (Qualitativ)
Qualitative Forschung
Reliabilität
Objektivität
Perspektivisch nachvollziehbar
kein Anspruch das gilt für alle
aber Erkenntnis über den Einzelfall hinaus
Validilität
Intersubjektive Nachvollziehbarkeit
6 Gütekriterien qualitatitver Forschung
Verfahrensdokumentation
Wie bin ich zu dem Ergebnis gekommen!
Vorverständnis, Auswahlstrategie, Erhebungsinstrument, Datenerhebung, Datenauswertung
Regelgeleitet
Argumentative Interpretationsabsicherung
Interpretationen werden nicht als Fakten dargestellt sondern müssen argumentativ begründet sein.
Kommunikative Validierung
Überprüfung der Ergebnisse durch Rückspiegelgung an die Beforschten (z.B. ich mache ein Interview, transkribiere dies und sende das an die Befragten um mich zu versichern das die Informationen korrekt wiedergegeben wurden und um ihre Rückmeldungen zu den Aussagen einzuholen.).
Nicht für alle Methodologien sinnvoll!
Gegenstandsangemessenheit
der Forschungsgegenstand wird im Verlauf des Prozesses klarer, dabei wird die Fragestellung, Methode und Theorie stets angepasst (Iterativ, Zirkulär)
Triangulation
Verwendung unterschiedlicher Lösungswege zur Beantwortung einer Forschungsfrage.
Dokumentenanalyse
Dokument als Ressource | Dokument als Thema | |
Forschungsfokus auf Inhalt | Inhaltsanalyse | Kontextanalyse |
Nutzung und Funktion | Wirkungsanalyse | Wirkungsanalyse |
Wirkungsanalyse
Ist der Inhalt des Dokuments bei den Adressat*innen überhaupt bekannt? Wie wird es rezepiert? Wie hat sich die bisherige Praxis dadurch verändert?
Warum stellen sich keine oder andere als die intendierte Effekte ein? Können Wirkungsschwächen auf das Dokument selbst zurückgeführt werden?
Ablauf der Dokumentenanalyse
Klare Formulierung der Fragestellung: Was soll untersucht werden?
Definition, was als Dokument gelten soll.
Quellenkritik: Wie ist die Aussagekraft der herangezogenen Dokumente zu bewerten? Einordnung des Dokument! (Metatexte)
Interpretation des Dokuments
Einzel und Gruppenverfahren im Überblick
Einzelinterviewverfahren: Expert*inneninterviews, fokussiertes Interview, Problemzentriertes Interview, episodisches Interview
Gruppeninterviewverfahren: Fokusgruppen, Gruppendiskussion
Gruppendiskussion
Moderierte Gespräche in einer Gruppe, um verschiedene Sichtweisen zu sammeln und Themen in der Tiefe zu erörtern.
Verwendungskontext: Stand-Alone, Methodenkombination, Vorstudie, Interpretation von Ergebnissen (Nachstudie), partizipative Forschung
Potenzial: klare, explezite Zielsetzung (durchdachtes Setting), Alltagsorientiert, besonders geeignet zur Explorierung von komplexen Einstellungen, Wahrnehmungen, Bedürfnissen, Orientierungen und Motiven (Argumentativer Kontext).
Designentscheidungen: Wer soll, warum und wie diskutieren.
Charakteristika: Moderation, maximal 10 TN (künstliche oder reale Gruppen), Eröffnungsphase, Themenbearbeitungsphase und Abschlussphase. Achtung: Umgang mit den verschiedenen Rollen einer Gruppe umgehen (wie gehe ich mit Personen um die Viel oder Wenig reden).
Pro: unbekanntes Forschungsfeld, Suche nach neuem, neue Fragestellungen; Untersuchung von Konfliktthemen und Polarisierungen, Relevanz der Interaktion, Generierung und Verarbeitung von Meinungen im soz. Kontext.
Contra: Organisation ist aufwendiger, Tabuthemen, Komplexität des Datenmaterials, hoher Zeitdruck