2. Klassische Forschungsparadigmen

Dissonanztheorie hauptsächlich mit drei Froschungsparadigmen untersucht:

  1. Forcierte Einwilligung (Forced compliance)

  2. Wahlfreiheit (Free choice)

  3. Selektive Informationssuche (selective exposure)

Forced Compliance

  • bekanntesten und wichtigsten

    • 20 Dollar Experiment: Lügen über langweilige Tätigkeit in zwei Gruppen: eine Gruppe 1 Dollar für Lügen, andere 20 Dollar fürs Lügen

    • → Personen Gruppe 1 empfanden Tätigkeit als weniger llangweilig: Entlohnung für Lügen niedrig → unvereinbar mit eigener Einstellung → Kognitive Dissonanz → Änderung eigener Einstellung (Interne Rechtfertigung: reduktion dissonanter Kognitionen durch Einstellungsänderung)

Free Choice Paradigma

  • Dissonanz durch Treffen einer Entscheidung

  • Dissonanz reduziert indem gewählte Entscheidung aufgewertet wird und nicht gewählte Option abgewertet wird → “Spreading apart of alternatives”

  • effekt je schwieriger Entscheidung ist

Selective-exposure-paradigma

  • Suche nach neuen Informationen meist selektiv: Bevorzugen von Informationen, die Einstellung entsprechen

  • Dissonanz wird durch Entscheidung induziert: Bei anschließender Recherche Auswahl von mehr entscheidungskonsistenten Informationen (Effekt “selective exposure effect” zeigt sich in “bias effect”)

  • Kann aber auch vorteilhaft sein (Sparen von Kosten und Mühen)

  • Aber Risiko für Fehlentscheidungen mit Kosnequenzen hoch → Verzerrte Wahrnehmung

  • Selektive Ifnormationssuche teilweise durch Dissonanztheorie erklärbar (Nach Entscheidung Dissonanz → Reduktion durch entscheidungskonsitente Informationen)

  • “Confirmation bias” auch durch unterschiedliche Bewertung konsistenter und inkonsistenter Informationen erklärt (Konsistente Informationen hochwertiger bewertet)