DNA Anwednung
Phagen sind Viren, die ihre Erbinformationen in Zellen schleusen und sich in der Wirtszelle vermehren.
Einfügen von DNA (Rekombination)
Der Vorgang besteht aus insgesamt 5 Schritten:
Erkennung durch Restriktionsenzyme
Restriktionsenzyme finden spezifische Schnittstellen, die als Erkennungssequenzen bekannt sind.
Eine Erkennungssequenz besteht aus 4 bis 8 Nukleotiden.
Erzeugung von Überhängen
Der DNA-Doppelstrang wird geschnitten, wodurch individuelle Einzelstrangenden entstehen.
Diese Einzelstrangenden sind komplementär zu den Enden der DNA-Fragmente.
Solche Enden werden als –sticky ends– (klebrige Enden) bezeichnet, weil sie sich leicht durch Wasserstoffbrückenbindungen verbinden.
Hinzufügen von DNA-Fragmenten
Überstehende Enden der DNA-Fragmente passen zusammen.
Dadurch entsteht ein vollständiges Stück DNA.
Verknüpfung der DNA-Fragmente
Ein Enzym, bekannt als Ligase, verknüpft die DNA-Fragmente.
Es wird eine Phosphoesterbindung hergestellt, die es erlaubt, ein DNA-Fragment in ein Plasmid einzufügen.
Transformation
Der Vorgang des Einschleusens eines DNA-Fragmentes in eine Bakterienzelle wird als Transformation bezeichnet.
Plasmide fungieren als Gentaxis oder Vektoren, um Gene in Zellen zu transportieren.
Beispiel: Genetisch veränderte Enzyme können bei Herzinfarktpatienten eingesetzt werden.
DNA Hybridisierung
Definition: DNA-Hybridisierung ist eine molekulargenetische Methode, bei der Einzelstränge von DNA zweier unterschiedlicher Organismen komplementär aneinander anlagern. Es entsteht eine Hybrid-DNA durch Wasserstoffbrückenbindungen zwischen komplementären Nukleinbasen.
Anwendungsbereich
Diese Methode wird verwendet, um den strukturellen Verwandtschaftsgrad zwischen Nukleinsäuren zweier Organismen nachzuweisen.
Beispiel: Vergleich der DNA von Mensch und Schimpanse.
Prozedur der DNA Hybridisierung
Denaturierung: Erhitzen der DNA-Doppelstränge, um Wasserstoffbrücken zu brechen und Einzelstränge zu erzeugen.
Hybridisierungsprozess: Einzelstränge beider Arten werden vermischt und abgekühlt, wobei komplementäre Basenpaarungen erfolgen.
Wiederauftrennung: Hybrid-DNA wird durch Erwärmen getrennt. Die erforderliche Temperatur zum Trennen der Hybrid-DNA ist Indikator für den Verwandtschaftsgrad. Höhere Temperaturen deuten auf stärkere Verwandtschaft hin; Beispiel Menschen vs. Schimpansen: vs. .
DNA Sequenzierung
DNA-Vervielfältigung (PCR)
Der Thermozyklus-Prozess für die DNA-Replikation umfasst:
Denaturierung: Erhitzen der DNA-Probe auf .
Hybridisierung: Abkñhlen auf , wobei die Primern an den Einzelsträngen anlagern.
Polymerisation: DNA Synthese erfolgt bei durch Taq-Polymerase.
Dieser Zyklus wiederholt sich, was zur Vervielfältigung der DNA fñhrt.
Abgrenzung der Verfahren
Um die Methoden klar zu unterscheiden, kñnnen folgende Schwerpunkte gesetzt werden:
PCR: Dient der reinen Vervielfältigung von DNA-Abschnitten.
Hybridisierung: Dient dem Nachweis von Verwandtschaft durch Paarung fremder Einzelstränge.
Sequenzierung: Dient der Ermittlung der exakten Basenabfolge ().
Rekombination: Dient dem gezielten Einfügen von Fremd-DNA in einen Zielorganismus (Gentaxi).