China im 20. und 21. Jahrhundert: Dynastien, Konflikte und Kultur

Leitfragen für das 2. Halbjahr

  • Wie funktionierte Chinas Wirtschaft?
  • Welche wirtschaftlichen Entwicklungen gab es in den verschiedenen Dynastien?
  • Wie viele Dynastien gab es?
  • Welche waren die prägnantesten und warum?
  • Wie waren die Kernstrukturen? (Innere und äußere Konflikte)
  • Welche inneren Faktoren führten zu Konflikten innerhalb der Dynastien?
  • Wie beeinflussten äußere Einflüsse die chinesische Kultur?
  • Welche externen Nationen waren bedeutend und in welcher Art und Weise?
  • Welche Rolle spielte China in den Weltkriegen?
  • Inwieweit hat sich Chinas Rolle und Einfluss im Weltgeschehen verändert?
  • Wer war Mao Zedong?
  • Was waren seine grundlegenden Ideen und wie prägten sie die Gesellschaft?
  • Wie hat sich Chinas globale Einflussnahme verändert?
  • Was waren die Schlüsselmomente, die zu einer Veränderung führten?
  • Wer waren die imperialistischen Mächte?
  • Welche Region beeinflussten sie und wie?
  • Rechte der Bevölkerung in China und ihre Folgen bis heute (z.B. Verlust)
  • Wie wirken sich die historischen Prozesse auf die heutigen sozialen und politischen Rechte aus?
  • Woher kommt der Konflikt mit Japan?
  • Welche historischen Ereignisse prägen das heutige Verhältnis?

Zeitleiste Chinas (221 v. Chr. - 1912 n. Chr.)

Frühe Kaiserzeit (221 v. Chr. - 960 n. Chr.)

  • Vereinigung Chinas als Kaiserreich.
  • Konfuzianismus als Staatsideologie.
  • Verwaltung durch gelehrte Beamte: Schaffung eines Systems, das auf den Fähigkeiten und Verdiensten basierte.
  • Politische Instabilität:
    • Drei Reiche (220-280): Zerfall des zentralen Machtgefüges.
    • Kulturelle und wirtschaftliche Prosperität (Tang-Dynastie, 618-907): Blütezeit in Kunst und Wissenschaft.

Späte Kaiserzeit (960 - 1912)

  • Song-Dynastie (960-1279):
    • Erfindungen: Schießpulver, Kompass, Buchdruck, Papiergeld.
    • Merkmale der meritokratischen Verwaltung: Wettbewerbsprüfungen zur Ermittlung kompetenter Beamter.
  • Yuan-Dynastie (1271-1368):
    • Fremdherrschaft der Mongolen: Kulturelle Mischungen und Herausbildung neuer gesellschaftlicher Strukturen.
  • Ming-Dynastie (1368-1644):
    • Erweiterung im maritimen Asien und eine kommerzielle Revolution.
    • Entwicklung einer starken Handelsflotte.
  • Qing-Dynastie (1644-1912):
    • Letzte Dynastie, maßgeblich für die größte territoriale Ausdehnung.
    • Jahrhundert der Erniedrigung (1842-1945): Verlust von Territorien und Einfluss.
    • Taiping-Rebellion (1850-64): Gescheiterte Modernisierungsversuche und interne Konflikte.
    • Xinhai-Revolution 1911, Ende des Kaiserreichs 1912.

Chinesische Gesellschaft

  • Gesellschaftsstruktur: Hierarchie von Kaiser, Beamten/Gelehrten, Bauern, Handwerkern, Kaufleuten.
  • Konfuzianische Werte: Fleiß und Leistung als Grundlage des gesellschaftlichen Aufstiegs.
  • Taoismus und Buddhismus gewinnen an Bedeutung: Einfluss auf Philosophie und Lebensanschauungen.
  • Kaiser als 'Himmelssohn': Trägt die Verantwortung für die Harmonie des Reiches.
  • Zentrale Bedeutung der Beamtenprüfung: Fördert das meritokratische Prinzip als Grundlage der Verwaltung.

Chinas Selbstbild

  • China als „Zentrum der Welt“: Historische Wahrnehmung der eigenen Überlegenheit.
  • Kaiser sahen sich als Herrscher der Welt und erhielten Tribute: Grundlage für internationale Beziehungen.
  • Betonung in Technik, Gesellschaft und Kultur: Einfluss auf benachbarte Kulturen und Völker.
  • Stabilität und Alterswert der chinesischen Kultur: Identitätsstiftung durch lange Geschichte.

Konfuzius und seine Lehren

  • Wichtigkeit von Menschlichkeit und Respekt: Fundamentale Prinzipien für eine harmonische Gesellschaft.
  • Gegenseitigkeit in Beziehungen: Bedeutung von Moral und Verantwortung in der Regierung ohne Gewalt.
  • Fünf Werte als Grundlage des Zusammenlebens: Relevanz von Loyalität, Ehrlichkeit, Anstand, Respekt und Güte in der Gesellschaft.

Ereignisse der Ming- und Qing-Dynastie

  • Ming-Dynastie:
    • Militärische und wirtschaftliche Stärke durch Zhang He: Förderung von Handelsbeziehungen.
    • Interne Machtkämpfe und Bedrohung durch mongolische Nachbarn: Herausforderungen für die Stabilität.
  • Qing-Dynastie:
    • Starke Führer: Auswirkungen auf die Entwicklung und den Wohlstand.
    • Sicherung von Seewegen und kulturellen Hegemonie
    • Ende durch innere Konflikte und Bauernaufstände: Allgemeine Unzufriedenheit und Revolutionen.

Reform und Modernisierung

  • Reformversuche unter Mao Zedong: Transformationsprozesse in der Gesellschaft.
  • Wandel ab den 1970er Jahren: Übergang von zentral geplanten hin zu marktorientierten Ansätzen.
  • „Reform und Öffnung“ führte zu rascher Modernisierung Chinas: Wirtschaftlicher Aufstieg und globale Integration.
  • Einfluss internationaler Politik und imperialistischer Mächte: Reaktionen auf ausländische Interventionen und Druck.

Kulturelle Identität

  • Einfluss europäischer Kultur, Traditionen und Kontakte: Anpassungsprozesse in der eingesessenen Kultur.
  • Modernisierung bringt innergesellschaftliche Spannungen: Divergenz zwischen Tradition und Fortschritt.
  • Selbststärkungsbewegung und Reformversuche als Antwort auf imperiale Einflüsse