Introduction to Project and Process Management - Comprehensive Notes
Einheit 3: Einführung in das Projekt- und Prozessmanagement
- Ziel des Einheitstextes: Überblick über Projektmanagement (PM) und Geschäftsprozessmanagement (GPM); Zusammenhang zwischen Projekten, Prozessen, Organisation und Controlling; institutionelle Relevanz in Unternehmen.
1. Einführung in das Projektmanagement
1.1 Bedeutung des Begriffs Projekt
- Merkmale eines Projekts (als zentrale Merkmale):
- Zeitliche Begrenzung: Projekte haben feste Termine und Zwischenziele.
- Einmaligkeit und Neuartigkeit: Vorhaben sind nicht Routinearbeiten.
- projektspezifische Organisation: spezielle, zeitlich befristete Strukturen.
- Ressourcen- und Organisationscharakteristika:
- begrenzte Ressourcen (Kapital, Arbeitskräfte);
- oft eine Trennung zwischen Projekt- und Linienbudget; projektbezogene Organisation.
- Risiken und Risiken-Erweiterungen (Ruf und Fittkau, 2008):
- Rechtliche Risiken (Verträge, formale Vereinbarungen);
- Einhaltung von Terminen/Kosten trotz Unsicherheiten (vor allem in längeren Projekten);
- Personelle Risiken (Fachkenntnisse, Verhalten der Mitarbeitenden);
- Ressourcen- und Infrastrukturrisiken (Limitierungen im Linienbetrieb);
- Ergänzende Risiken: methodische Risiken (ungeeignete Methoden) und unternehmenspolitische Risiken (Einflüsse aus Politik, Management).
1.2 Grundlegende Projektarten
- Kategorien (Kuster et al. 2008):
- Investitionsprojekte
- Infrastrukturprojekte
- Produktentwicklungsprojekte
- Organisationsprojekte / Organisationsentwicklungsprojekte
- IT-Projekte
- Bauprojekte
- Weitere Klassifikationen (Patzak & Rattay 2009; Rüter et al. 2010) anhand von Kriterien wie Auftraggeber/Stellung des Kunden, Grad der Wiederholung, beteiligte Einheiten, Schwierigkeitsgrad; Beispiele umfassen Maintenance/Service, ROI-Projekte, Muss-Projekte, strategische Projekte.
1.3 Grundlagen des Projektmanagements
- PM als historischer Prozess seit den 1950er Jahren (Großprojekte, Raumfahrt, Anlagenbau) und heutige Einsatzbereiche.
- Merkmale des PM: einfache, flexible temporäre Organisation; Förderung interdisziplinärer Zusammenarbeit; klare Führung; direkte Kommunikationswege; beherrschtes Ressourcenmanagement.
- Realität: große Projekte können schwer beherrschbar sein; Programme als übergeordnete Führungsstrukturen (mehrere Projekte).
- Projektmanagement umfasst Planung, Koordination, Steuerung, Überwachung zur Erreichung des Projektziels; Unterschiede zum Linienmanagement.
- Typische Merkmale der Projektorganisation (Kuster et al. 2008):
- schnelle, flexible Temporärorganisation; Unterstützung Interaktion; klare Führungsstrukturen; direkte Kommunikation; Ressourcenfokussierung.
- In der Praxis auch Programme, die über einzelne Projekte hinausgehen; Führungs- und Kulturherausforderungen.
- Typische Organisationsformen der PM (3 Grundformen):
- Stabsprojektorganisation (Ein Projektleiter in Stabsstelle; moderierend/koordiniert; disziplinarisch/fachlich meist kein Weisungsrecht; Vorteile: keine Änderung der bestehenden Struktur; Nachteile: geringe Befugnisse, Akzeptanzprobleme);
- Matrixprojektorganisation (Projektleitung mit Fachweisungsbefugnnis; kürzere Entscheidungswege, flexibler Einsatz, höheres Konfliktpotential);
- Reine Projektorganisation (neue, zeitlich befristete Organisationseinheit; volle disziplinarische und fachliche Weisungsbefugnis; Vorteile: schnelle Reaktion; Nachteile: Aufbau der neuen Organisation; Abwanderung bei Projektnachfolge möglich).
1.5 Grundlagen der Projektorganisation
- Rolle der Projektorganisation: auf Zeit angelegt, um singuläre Aufgaben zu bewältigen; Linienorganisationen sind hochspezialisiert und auf Routine ausgerichtet.
- Definition von Wytrzens (2010): Projektorganisation bedeutet zeitlich begrenztes Gefüge zur Bewältigung komplexer, singulärer Aufgaben mit spezifischen Leistungs-, Termin- und Kostenzielen.
1.5.2 Rollen und Gremien im Rahmen der Projektorganisation
- Auftraggeber: priorisiert Projekte, erteilt Auftrag, Ressourcenbereitstellung; Repräsentationsfunktion außen; Kickoff-Veranstaltungen.
- Projektausschuss (Lenkungsausschuss): Vorentscheidungen, allgemeine Steuerung; oft obere Managementmitglieder.
- Projektleitung: operative Abwicklung; Beschaffung von Ressourcen; Aufbau des Teams; Phasen- und Meilensteine-Planung; Projekt-Controlling; Moderation von Meetings; Dokumentation.
1.6 Grundlagen des Projektmanagementprozesses
- Phasen und Meilensteine als zentrale Bausteine des PM-Prozesses (Beispiele aus Abbildung 7). Phasen: Initialisierung, Vorstudie, Konzept, Realisierung, Einführung; Meilensteine als Zwischenziele (z. B. Entscheidungen, Abnahme, wirtschaftliche Genehmigungen).
- 1.6.1 Initialisierung (erste Projektphase)
- Klärung der Sinnhaftigkeit und Machbarkeit; Festlegung von Projektrollen; Wahl der Projektorganisationsform; Schätzung von Ressourcenbedarf und Projektdauer; Prüfung, ob parallele Durchführung mit Linienarbeit möglich ist.
- Inhalte: Meilensteine, Wirtschaftlichkeitsabschätzung, Risikobewertung, Projektalternativen; Erstellung des Projektauftrags und ggf. Kickoff.
- Vermeidung von Scope Creep (Aufblähen des Projektumfangs) durch präzisen Projektauftrag.
- 1.6.2 Vorstudie (zweite Phase)
- Untersuchung der Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit; Risikobetrachtung; Präzisierung des Vorgehens; Anpassung von Meilensteinen; ggf. Bildung von Teilprojekten.
- 1.6.3 Konzept (dritte Phase)
- Entwicklung konkreter Vorgehensweisen; Bewertung von Varianten; Auswahl einer Variante durch Auftraggeber; detaillierte Ressourcenbedarfsbestimmung; Aktualisierung von Projektdokumenten.
- 1.6.4 Realisierung (vierte Phase)
- Umsetzung des Konzepts; Beschaffung/Errichtung/Erstellung; Prüfung der Ergebnisse gegen Ziele; ggf. Anpassung der Organisation; Information an externe Stakeholder; Aufrechterhaltung von Ressourcen- und Zeitplänen; Mängelbehandlung und Anpassung neuer Anforderungen.
- 1.6.5 Einführung (fünfte Phase)
- Inbetriebnahme des Ergebnisses; Sicherstellung der Benutzerakzeptanz; Abschluss der Projektdokumentation; Abnahmeprotokoll; Teamauflösung oder Wiedereingliederung; Lessons Learned; Wartungs-/Serviceplanung.
- 1.6.6 Meilensteine als Projektzwischenziele
- Begriffsklärung DIN 69901: besondere bedeutsame Ereignisse; Meilensteine oft an Phasenende oder zur Abgrenzung wichtiger Ergebnisse; strategische Planung (Deimel et al., 2013): wesentliche, ergebnisorientierte Teilschritte.
1.7 Grundlagen des Projekt-Controllings
- Integrierte Sicht auf Planung, Steuerung, Kontrolle; Wechselwirkungen zwischen Sollwerten und Istwerten; Maßnahmenabgeleitung auf Grundlage beobachteter Abweichungen.
- 1.7.1 Grundlagen der Projektplanung
- Ziel der PM-Planung: Ableitung von Handlungsalternativen unter Berücksichtigung von Folgen; Zielklarheit vor Planungsbeginn; Zielsetzung im Projektauftrag festgelegt.
- Untergliederung der Planung: Projektstrukturplan, Terminplanung, Kapazitäts- und Ressourcenplanung, Kostenplanung, Personalplanung.
- 1.7.1.1 Projektstrukturplan (PSP)
- Hierarchische Gliederung in Projektebene, Teilprojektebene, Projektphasenebene, Arbeitspaketebene; Arbeitspakete können auch auf höheren Ebenen vorkommen; Inhalte des PSP umfassen: Aufgaben, Ressourcen, Termine, Handlungsanweisungen, Werkzeuge, Kosten.
- 1.7.1.2 Terminplanung
- Reihenfolge, Abhängigkeiten, Termine der Arbeitspakete; Vorgangsliste als Grundlage; typischer Aufbau einer Vorgangsliste: Vorgang, Verantwortlicher, Dauer, Vorgänger.
- 1.7.1.3 Netzplantechnik (CPM, MPM, PERT)
- Visualisierung von Vorgängen und Abhängigkeiten; Netzplan = gerichteter Graph mit Ereignissen (Knoten) und Vorgängen (Kanten); Regeln: Startzeitpunkt eines Vorgangs hängt von Vorvoraussetzungen ab; kein Vorgänger kann gleichzeitig Nachfolger sein; ein Startereignis und Endereignis existieren.
- Frühestmögliche Ereignisse (FZ): Vorwärtsrechnung; spätestmögliche Ereignisse (SZ): Rückwärtsrechnung; Pufferarten: Gesamtpuffer, freier Puffer, unabhängiger Puffer; kritischer Pfad besteht aus Vorgängen ohne zeitlichen Puffer.
- Formeln (CPM):
- ESj = max{i in pred(j)} EF_i,
- EFj = ESj + t_j,
- LSj = min{k in succ(j)} LFk - tj,
- Slackj = LSj - ES_j.
- Ziel: Terminoptimierung, Risikobewertung, Identifikation kritischer Aufgaben.
- 1.7.1.4 Balkendi diagramm (Gantt-Diagramm)
- Zeitachse horizontal; Aufgaben auf der vertikalen Achse; Balkenlänge entspricht Dauer; zeigt Start, Ende, Dauer, Puffer und Parallelität.
- 1.7.1.5 Kapazitäts- und Ressourcenplanung
- Engpässe identifizieren; Ressourcenbedarf schätzen; Qualität und Verfügbarkeit sicherstellen; Einsatzmittel (Verbrauchs- vs. Gebrauchsgegenstände).
- 1.7.1.6 Projektkostenplanung
- Zuordnung aller Aufwendungen zu Arbeitspaketen; Kostenplanung als eigenständiger Planungsaspekt; Ziel: Wirtschaftlichkeit sicherstellen, Finanzplanung unterstützen, Kostentransparenz herstellen.
- 1.7.2 Grundlagen der Projektkontrolle
- Ziel: Abweichungen früh erkennen; Istwerte vs. Sollwerte vergleichen; regelmäßige Berichte; ganzheitliche Sicht: Leistung, Termine, Kosten; Fortschrittsberichte als gängige Berichtsform.
- 1.7.3 Grundlagen der Projektsteuerung
- Maßnahmen zur Gegenwirkung von Planabweichungen; Gruppen von Maßnahmen: Prüfung Abweichungen, Ursachenanalyse, Einflussnahme auf Istwerte, Einfluss auf Soll-Werte, Koordination der Beteiligten; Führungskontext hängt stark vom konkreten Projekt ab.
1.8 Rückblick
- PM ist ein kontinuierlicher, wandelbarer Prozess; PM-Phasen und PM-Controlling sind eng verknüpft; PM dient der Umsetzung von Unternehmenszielen; PM ist kein Abschluss mit der Abnahme, sondern weitere Tätigkeiten (Lessons Learned, Wirtschaftlichkeitsüberprüfung, Nutzennutzen) folgen.
2 Einführung in das Geschäftsprozessmanagement (GPM)
2.1 Funktionsorientierte vs. prozessorientierte Unternehmensausrichtung – eine Gegenüberstellung
- Funktionsorientierung: Gliederung in Fachabteilungen (Marketing, Controlling, Produktion); Fokus auf effiziente Ausführung einzelner Funktionen; Nachteile: hoher Abstimmungsaufwand, lange Durchlaufzeiten, geringe Transparenz, eingeschränkter Kundenbezug; Neigung zu Silodenkung.
- Prozessorientierung: Ablauforganisation, Abwicklung von Aufgaben über Funktionsgrenzen hinweg; Fokus auf End-to-End-Prozesse, flache Strukturen, weniger Schnittstellen, stärker Kundenorientierung; Ziel: Aufbauorganisation folgt der Ablauforganisation oder wie Hammer/Champy sagen: "structure follows process".
- Prozesslandkarte als zentrales Instrumentarium: Abbildung der Unternehmensprozesse auf Aggregationsebenen (Level 0 = Gesamtüberblick; Level 1 = Makroprozesse; Level 2 = Mikroprozesse); Verknüpfung von Prozessen mit IT-Unterstützung.
2.2 Grundlagen und Begrifflichkeiten
2.2.1 Systematisierungen für das Geschäftsprozessmanagement
- Prozess vs. Geschäftsprozess: UnterschiedlicheDefinitionen; Prozess: zeitlich/inhaltlich geordnete Folge von Aktivitäten; Input → Output; Geschäftsprozess: kundenorientierte, über Funktionsgrenzen hinweg gerichtete Ablauforganisation, unterstützt durch IT; zentrale Merkmale: Anfang/Ende, Input/Output, Wertschöpfung, Kundenfokus, unternehmensweite Orientierung; eine Abgrenzung zu reinen Prozessen betont Kundenorientierung.
2.2.2 Ursprünge der Identifizierung von unternehmerischen Prozessen
- Porter’s Wertschöpfungskette: primäre (Aufbau/Leistungserstellung, Marketing, Vertrieb) und unterstützende Aktivitäten (Personal, Rechnungswesen); Prozessidentifikation – Allgemein vs. Individuell – als Ausgangspunkt für Prozessziele, Start-/Endpunkte, Umfang.
2.2.3 Abgrenzung der unterschiedlichen Prozessarten im Geschäftsprozessmanagement
- Drei Prozesstypen: Managementprozesse (Strategie, Governance), Kernprozesse (Leistungserstellung, direkt wahrnehmbar für den Kunden), Supportprozesse (Unterstützung der Kernprozesse, oft Innenkunden).
- Merkmale der Kernprozesse: Kundennutzen, unternehmensspezifische Nutzung, Nicht-Imitierbarkeit, Nicht-Substituierbarkeit; Beispiele: Produktentwicklung, Produktion, Beschwerdemanagement.
- Merkmale der Supportprozesse: indirekte Wertschöpfung; interne Kundschaft; Beispiele: Materialbereitstellung, Informationsversorgung, Personalmanagement.
2.2.4 Visualisierung des Zusammenspiels der Prozesse im Unternehmen: Prozesslandkarte
- Prozesslandschaft zeigt Management-, Kern- und Supportprozesse; Level-0-Übersicht; Makroprozesse (Level 1) und Mikroprozesse (Level 2); EPk-Modellierung (Ereignisgesteuerte Prozesskette) als Beispiel; Zweck: Überblick, Optimierung, IT-Unterstützung.
2.3 Methoden des Geschäftsprozessmanagements zur Prozessverbesserung
- Ziel: kontinuierliche Prozessverbesserung (GPM ist Daueraufgabe, kein einmaliges Projekt).
- Beispiele: Total Cycle Time (TCT), Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP, Kaizen), Six Sigma; Fokus auf Beseitigung von Verschwendung, Fehlern, Schwachstellen; Ziel: nachhaltige Leistungsverbesserung.
- Der Kreislauf der Prozessverbesserung (PDCA-ähnlich): Deming-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) – Zyklusphasen: Planen (Plan), Umsetzen (Do), Überprüfen (Check), Verbessern/Standardisieren (Act).
2.3.1 Der Kreislauf der Prozessverbesserung
- Vier Phasen: Planen, Umsetzen, Überprüfen, Verbessern; kontinuierlicher Optimierungsprozess; Problemidentifikation + Priorisierung; Lösungsentwicklung; Wirksamkeitskontrolle; Standardisierung.
- Ziel: Synergie zwischen Prozessorganisation, Prozesscontrolling und Verbesserungsmethoden sicherstellen.
2.3.2 Ausgewählte Methoden zur Prozessoptimierung
- Total Cycle Time (TCT): Ziel ist die Steigerung der Prozessleistung durch Reduktion der Prozesszeit; Barrierenarten: Sachbarrieren, Prozessbarrieren, Kulturbarrieren; PDCA-gestützte Vorgehensweise: Prozessvisualisierung, Messgrößen festlegen (Zykluszeit, Prozessqualität, Termintreue), Barrieren ermitteln, Lösungen implementieren, Wirkung messen; Ergebnisse werden in Cockpit-Diagrammen dargestellt.
- Six Sigma: Ziel = Reduktion von Variation; DMAIC-Zyklus (Define, Measure, Analyze, Improve, Control); Rollen in der Six-Sigma-Organisation: Management, Sponsor/Champion, Master Black Belt, Black Belt, Green Belt, Yellow Belt; Signifikant: 6σ-Qualitätsziel; Beispiel: Nägel-Produktionsprozess; Spezifikationsgrenzen und Sigma-Niveau; Verhältnis von 6σ zu Fehlerquote: ca. 3–4 Fehler pro Million (ca. 99.99966%).
- Kaizen / Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP): Ursprung in Eastman Kodak, später Kaizen (Toyota); inkrementelle, employee-driven Verbesserung; Prinzipien: Verschwendungsminimierung, Fokus auf Prozesse, Kundenorientierung, Teilnahme aller Mitarbeitenden; Vorteile: geringe Investitionsbarrieren; Risiken: Prozessinstabilität, kurzfristige Zielorientierung kann langfristige Entwicklung behindern.
2.4 Rückblick
- Prozessorientierung als zentrale Orientierung in modernen Unternehmen; Zusammenhang zwischen Geschäftsprozessen, Organisationsgestaltung und IT-Unterstützung; Bedeutung von kulturellem Wandel und Mitarbeitenden-Begleitung bei der Einführung von GPM; Hinweis auf weitere Kapitel, insbesondere Einheit 6 (Modellierung von Prozessen).
Übungsaufgaben (Auszug aus den Aufgaben im Text)
- Fragen zu Unterscheidungen PM vs. Linienmanagement; Stabs-, Matrix- und Reine Projektorganisation; Merkmale der zentralen PM-Phasen; Prozessarten und Prozesslandkarte; DMAIC und Six Sigma; KVP.
Wichtige Formeln und Merkmale (LaTeX-Notation)
- CPM/Netzplantechnik:
- ESj = \max{i \in \text{pred}(j)} EFi, \quad EFj = ESj + tj,
- LSj = \min{k \in \text{succ}(j)} (LFk) - tj,
- Slackj = LSj - ES_j.
- GPM-Zusammenhang: Prozessleistung -> Output-Qualität, Kundenzufriedenheit; Prozessarten: Managementprozesse, Kernprozesse, Supportprozesse.
- Six Sigma Qualitätsziel: (6σ-Definition: mindestens 6σ Abweichungen zwischen Mittelwert μ und Spezifikationsgrenze.)
- Total Cycle Time (TCT): bzw. Gesamteinfluss der Prozesszeiten aller Geschäftsprozesse.
- PDCA-Zyklus: .
Anwendungsbezug und Relevanz
- PM-Ansatz: PM ist eng verknüpft mit Unternehmenszielen, Wertschöpfung und Projekterfolg; Risiken und Unsicherheiten erfordern klare Governance, Stakeholder-Management und funktionale Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und IT.
- GPM-Ansatz: Fokus auf end-to-end-Prozesse, Transparenz über Prozesslandschaften, Orientierung an Kundenbedürfnissen, kontinuierliche Optimierung als Kultur.
Verknüpfungen zu früheren/folgenden Themen
- PM-Phasen und Controlling bilden die Grundlage für späteres integriertes Management (Earned Value, KPI-Dashboards, Audit-/Projektreviews).
- Einheit 6 (in der Reihe) vertieft Modellierung von Prozessen (ER-Modellierung, EP-Ketten, ARIS).
Hinweise zu Formeln und Abbildungstypen
- Netzplan, CPM, PERT, MPM: Konzepte zur zeitlichen Planung; Abbildung 11 (Netzplantechnik) und Abbildung 12 (Gantt-Diagramm) demonstrieren diese Techniken graphisch.
- Prozesslandkarte: Level-0 (Aggregation), Level-1 (Makroprozesse), Level-2 (Mikroprozesse); EPK-Notation als Beispielmodellierung.
Zusammenfassungsthemen (Kernideen)
- PM umfasst Zieldefinition, Organisation, Phasen, Controlling und Stakeholder-Management; PM- und Linienorganisation sollten koordiniert werden.
- GPM fokussiert auf end-to-end-Prozesse, prozessorientierte Organisationsform, Prozesslandkarte als Visualisierung; Kern-, Support- und Managementprozesse miteinander verknüpfen.
- Methoden der Prozessverbesserung (PDCA, TCT, Six Sigma, KVP) liefern systematische Ansätze zur Reduktion von Verschwendung, Fehlern und Durchlaufzeiten; DMAIC ist die zentrale Six-Sigma-Variante; Kaizen fokussiert auf kontinuierliche, kleine Verbesserungen.
Hinweis zur Nutzung von Abbildungen und Tabellen aus dem Originaltext: In den Notizen werden die Konzepte und Strukturen beschrieben; Abbildungen (z. B. Abbildung 7, Abbildung 11, Abbildung 16) dienen als Illustration, sind hier nicht wörtlich abgebildet, aber ihre Inhalte werden durch die Bulletpoints wiedergegeben.