Fachdidaktik Englisch Kurs 23/24 Zusammenfassung

Zusammenfassung Fachdidaktik Englisch Kurs 23/24

V0: Einführungsveranstaltung

  • Funktion der Lehrersprache:

    • Kommunikation (sich unterhalten, Geschichten erzählen, organisieren, Disziplin aufrecht erhalten etc.)

    • Instruktion (erklären, Aufgaben stellen, Fragen stellen etc.)

    • Unterstützung (paraphrasieren, Formulierungshilfen geben (scaffolding), Feedback, Körpersprache, Mimik&Gestik)

  • Anpassung der Lehrersprache:

    • Langsamer sprechen

    • Kürzere Sätze

    • Einfachere Strukturen

    • Lehrerecho

    • L-Feedback

    • Waiting time

  • Natürliches/authentisches Sprachvorbild  no classroom pidgin  von der Inquisition zur Konversation

  • Planungsmodelle

  • Sprachliche Mittel (Mindt)

  • Wortschatz (Doyé)

  • Grammatik Einführung (Ziegesar)

  • Grammatik

  • Sprachliche Mittel Integrated skills (Willis u.a.)

  • Textarbeit (Einführung & Fortführung)

V1: Der Bildungsplan

  • Leitperspektiven

    • Allgemeine Leitperspektiven (Persönlichkeit, Teilhabe, Gemeinschaftsbildung  BnE, BfTuAvV, PuG)

    • Themenspezifische Leitperspektiven (Orientierung in der modernen Lebenswelt  BO, MB, VB)

  • Beispiele Schulbuch:

    • Saving the planet, Human rights, World of work, Teen world, Living together, Modern technology, Health&food, Have your say, Spending pocket money

  • Prozessbezogene Kompetenzen

    • Sprachbewusstheit

    • Sprachlernkompetenz

  • Inhaltsbezogene Kompetenzen

    • Soziokulturelles Orientierungswissen/Themen

    • Interkulturelle kommunikative Kompetenz

  • Funktionale kommunikative Kompetenz:

    • Hörsehverstehen

    • Leseverstehen

    • Sprechen – an Gespräche teilnehmen

    • Sprechen – zusammenhängendes monologisches Sprechen

    • Schreiben

    • Sprachmittlung

  • Verfügen über sprachliche Mittel: Wortschatz

  • Verfügen über sprachliche Mittel: Aussprache und Intonation

  • Text- und Medienkompetenz

  • Anforderungsbereiche:

    • Ebenen des Sprachgebrauchs im Rahmen der Lernzielfestlegung: rezeptiv, reproduktiv, produktiv

    • Taxonomiestufen Bloom: Reproduktion von Wissen (Retell the story), Reorganisation von Wissen (Summarize the story), Transfer von Wissen (What would you have done…?)

  • Kriterien guter Lernaufgaben (tasks)

    • Ggf. Berücksichtigung der Leitperspektiven

    • Integration der prozess- und/oder inhaltsbezogenen Kompetenzen

    • Adaption der Einheit in Hinblick auf Niveaudifferenzierung (ggf. mit Hilfe von Operatoren)

    • Implementierung individueller Elemente (Differenzierung/Individualisierung in Form von Lernwegen, Lernzugängen, nach Neigung und Interessen)

V2: Unterrichtsprinzipien, Differenzierung von Lernprozessen, Planung von EU

  • Anforderungen des FU / Basisdimensionen effektiven Fremdsprachenunterrichts: What makes a good English lesson (12 things: ZKSELADAIGSE)  __ + ( ) = 10 Merkmale nach Helmke

    • Zielorientierung/Lernzuwachs (Kompetenzorientierung)

    • Kommunikative Ausrichtung/Mitteilungsbezogene Kommunikation

    • Schüleraktivierung/Handlungsorientierung (Aktivierung)

    • Einsprachigkeit/Sprachbad

    • Lehrkraft als Vorbild

    • Abwechslung/Rhythmisierung (Klarheit &Strukturiertheit)

    • Differenzierung/Individualisierung (Umgang mit Heterogenität)

    • Aufgabenorientierung (Angebotsvariation)

    • Interkulturelles Lernen/Konstruktive Fehlerkorrektur

    • Gute Unterrichtsorganisation (Klassenführung)

    • Schülerorientierung/Altersgemäßheit (Schülerorientierung)

    • Einüben von Lerntechniken und Lernstrategien hervorzuheben im FU: Kommunikative Ausrichtung, Einsprachigkeit, Lehrkraft als Vorbild, Interkulturelles Lernen, Einüben von Lerntechniken und Lernstrategien

  • Interaktion und Gesprächsführung -Bewusstmachung des eigenen Sprechverhaltens

    • Eigene Art des Sprechens

    • Wartezeiten

    • Korrekturverhalten

    • Lernatmosphäre

  • Unterstützung von Lerneräußerungen

    • Echte Sprechanlässe

    • Offene Fragen

    • Aushandeln von Bedeutung durch clarification questions

    • Tolerieren von code switching

    • Minimal responses

    • Wortschatzerweiterung

    • Implizite Korrektur (recasts), explizite Korrektur

    • Fehlertoleranz

    • Positives Feedback

  • Heterogenitätsmerkmale (10: ALIESGKSPH)

    • Alter

    • Leistungsmotivation

    • Interessen und Neigungen

    • Erwartungen an andere

    • Sprachliche Kompetenzen und Beherrschung deutscher Sprache

    • Geschlecht

    • Kognitive Voraussetzungen

    • Soziale Kompetenzen

    • Physische und psychische Voraussetzungen

    • Herkunft; Traditionen; Werte; Normen

  • Differenzierungsansätze

    • Didaktische

      • Qualitativ (Ziele, Niveau, Interesse,…)

      • Quantitativ (Pflicht/Wahl/Zusatz,…)

      • Konzepte (Projektarbeit, Lerntheke,…)

    • Methodische

      • Methoden- und Medienauswahl, Lernwege etc.

      • Art/Organisation von scaffolding Maßnahmen

    • Soziale

      • Unterschiedliche soziale Gruppierungen

      • Formen kooperativen Lernens

V3: Sprachliche Mittel: Wortschatz I (Einführung von Lexik, das mentale Lexikon, Leistungsbeurteilung)

  • Wann kann ich ein Wort?

    • Orthographie

    • Morphologie

    • Syntax

    • Semantik

    • Synonyme

    • Kollokation (dickes Buch) und Idiome (Angsthase)

    • Aussprache

    • Lese- und Hörverstehen

    • Verfügbarkeit

  • Mentales Lexikon  Teil des Langzeitgedächtnisses, in dem der gesamte Wortschatz eines Menschen gespeichert ist (human word store) [lexikalische Einheiten sind hierbei in verschiedenen Netzen systematisch verbunden]

  • Netze des mentalen Lexikons

    • Thematisches Netz

    • Paradigmatisches Netz

    • Syntagmatisches Netz

    • Wortfamilien

    • Klang-Assoziationen

    • Affektive Assoziationen  Sinne, Lernwege, Kontexte, Vorwissen anknüpfend

  • Ordnungsprinzipien des mentalen Lexikons Synonyme/Antonyme, Wortfamilien, Homonyme, Homophone, Ableitungen Wortfelder Mindmap/Cluster

  • Ziele der Wortschatzarbeit neuen Wortschatz im Gedächtnis verankern und Merkfähigkeit & Behaltensleistung erhöhen

  • Wortschatzauswahl-Kriterien (I)

    • Häufigkeit

    • Transferwert

    • Schwierigkeit

    • Nützlichkeit

    • (II) New word

      • bekannt kann aus Kontext erschlossen werden, ähnlich zu deutschem Wort etc.

      • unbekannt  notwendig für Textverständnis, kann nicht erschlossen werden, muss eingeführt werden

  • Behaltensleistung ist besser, wenn die neue Information…

    • semantisch, also bedeutungstragend verarbeitet wird (chunks)

    • möglichst gut in vorhandenes Wissen eingebunden ist

    • möglich distinktiv gemacht wurde, also der individuelle Charakter herausgearbeitet wurde

    • systematisch in einem (mehrere Schritte umfassenden) Lernprozess wiederholt und reaktiviert wird.

  • Wir brauchen also…

    • Vergessenskurve durch Wiederholung begegnen

    • Vernetzung, Sinne, Lernwege, Kontexte, Vorwissen anknüpfend, Ordnungsprinzipien nutzend

    • Erhöhung der Behaltensleistung durch vielseitige Semantisierungstechniken:

      • Gegenstände/Realia, Bilder, Vormachen/Pantomime, Kontext, Definition, Unter- und Oberbegriffe, Analogien, Synonyme/Antonyme, Ableitungen

V4: Sprachliche Mittel: Wortschatz II (Übungstypologie, Spiele, Lerntechniken)

  • Wiederholung Päd:

    • Erweitertet Lernbegriff (Wissenskompetenz savoir, Lernkompetenz savoir apprendre, Handlungskompetenz savoir faire, Persönlichkeitskompetenz savoir etre : deklaratives Wissen, Lerntechniken, prozedurales Wissen, Offenheit/Interesse/Selbstbewusstsein)

    • Intelligentes Üben (Selbstaktivität, Rhythmus/Struktur, Vernetzung, Motivation)

  • Schüler:innenprobleme beim Lernen

    • nie im Wörterbuch nachschlagen

    • wie können Vokabeln geübt werden

    • Worauf kann beim Korrekturlesen geachtet werden

    • Vorstellungen über wirksames Lernen sind heterogen

  • Systematisch üben und wiederholen (Übungstypologie, Rechtschreibung, Spiele) Hinz

    • Vernetzung (Mindmap / Topic Page)

    • Übungstypologie

      • Wortebene:

        • Rezeptiv: Lückentext (mit Angabe von Wörtern), Ordnen (Klassifikationsaufgaben), Zurodnungsübungen (Kollokationen „go…by car, cross…the road), Worterkennungsübungen

        • Produktiv: Lückentext (ohne Angabe von Wörtern), Sammeln (Klassfikationsaufgaben), Wortassoziationsübungen

      • Satzebene:

        • Satzproduktion nach angegebenen Wörtern, Satzergänzung, Satzvervollständigung, Satzbildung nach Textvorlage

      • Textebene:

        • Verbale Sprachproduktion: Textvervollständigung, Textproduktion nach Stichwörtern, Textproduktion mittels eines grid, Verfassen eines Textes nach einer Überschrift, Dialog mit/ohne prompting and fading

      • Visuelle Sprachsteuerung Rechtschreibung

        • Wortschlangen

        • Kreuzworträtsel

        • Schnipseldiktat/Dosendiktat

        • Schreib und Buchstabierspiele

  • Bildungsplan (Niveaudifferenzierung, G/M Niveau, Leistungsbewertung)

    • einfacher / erweiterter Wortschatz

    • Themenunabhängige sprachliche Mittel verstehen & weitgehend sicher anwenden / weitgehend korrekt anwenden

    • ein einfaches Repertoire / ein frequentes Repertoire an bereitgestellten themenunabhängigen Redemitteln verstehen und anwenden

  • Differenzierungsmöglichkeiten in der lexikalischen Arbeit (siehe auch vorherige Sitzungen: Didaktische, Quantitative, Soziale, Methodische Differenzierung)

  • Systematisch Lerntechniken und -strategien vermitteln und üben  Vokabeln (!)

  • Arbeit mit Nachschlagewerken üben (Rampilion (Wörterbucharbeit))

    • Wörterbuchtechnik (Grammatische Grundbegriffe, Symbole, Abkürzungen)

    • Bedeutung der Wörter (Bedeutung eines englischen Wortes herausfinden, Bedeutung im Deutschen herausfinden können)

    • Anordnung der Wörter (Reihenfolge des Alphabets, Wörter alphabetisch ordnen, zusammengesetzte Wörter ordnen)

    • Aussprache (Betonungen erkennen, Lautschriftzeichen kennen, Umschreibungen in LS aussprechen können)

V5: Funktionale kommunikative Kompetenz I : Sprechen & Sprachmittlung

  • Prozess des Sprechens (Thaler (2012))

    • Conceptualisation

    • Formulation

    • Articulation

    • Self-monitoring

  • Sprechen in der Lebenswelt der SuS…

    • …monologisch sprechen (präsentieren)

    • …interaktiv an Gesprächen teilnehmen (spontane Sprachäußerungen + Sprachmittlung)  PROBLEM: zu hoher Sprechanteil der Lehrkräfte! (dominantes Interaktionsmuster IRE pattern (initiation – response – evaluation) LÖSUNG / ZIEL : Erhöhung der inviduellen Sprechzeit von SuS durch…

      • … bestmögliche Simulation authentischer und motivierender Gesprächssituationen (meaningful communication!) …+ Unterrichtsprinzipien!

  • Unterrichtsprinzipien

    • Einsprachigkeit (frühe & kontinuierliche Entwicklung der Kommunikationsfähigkeit in der Fremdsprache Bookmarks, speech fans, classroom phrases, …)

    • Kooperative Lernformen (Offene Fragestellungen/Aufgabenformate, GA/PA, mehr S.-S.-Interaktion  Bus Stop, Lerntempoduett, Gallery walk, placemat,…)

    • Scaffolding (Sprachliche Unterstützung (vor allem im Anfangsunterricht)  Bookmarks, speech fans, classroom phrases, …)

    • TSLL= aufgabengestützter Unterricht (Kommunikative grammatische Übungen Tandembögen, Einbettung in szenisches Spiel)

    • Rituale & Warm-Ups (Unterrichtsformen, die einen hohen Aktivierungsgrad aller SchülerInnen ermöglichen  Begrüßungs-Chants, tongue twisters, one-minute-talks,

      • give me 5, walk and talk; Einüben von Lerntechniken  Vor-sich-hin-sprechen, Nachsprechen, Mitsprechen, Read&look up, Memorien/auswendig lernen, Note- making)

  • Einsprachigkeit support&scaffolding

    • Einführen

    • Einüben

    • Einfordern

  • Didaktischer Ort

    • Input-Scaffolding (Verständnishilfen) Antizipation von Verständnisschwierigkeiten ( classroom phrases, instruction, modelling, information, Mimik&Gestik, Visualisierungen, Wiederholungen, Anpassung L-Sprache etc.)

    • Prozess Scaffolding (Verbalisierungshilfen) Zeit zum Überlegen, Hinweise und Strukturierungshilfen ( useful word fields, useful chunks, visual prompts and word prompts f.e. things to talk about etc.)

    • Output Scaffolding (Verbalisierungshilfen) Hilfestellung zu den erwarteten Produkten ( f.e. Umfang etc., providing feedback)

    • Inhaltliches scaffolding Auswahlthemen, Vorgabe von thematischen Aspekten, Lexik

    • Sprachliches scaffolding Gestaltung und Aufbau des Redebeitrags, sprachliche Aufgabenbewältigung / Bewältigung von Arbeits- und Lernprozessen, angepasste Lehrersprache, nonverbales scaffolding)

  • Entwicklung von Sprechfertigkeit

    • Nachsprechen

    • Rezitation (Reime, Lieder, tongue twisters, Sketche,…)

    • Reproduzierendes Sprechen (Lernspiele, Ratespiele, role play, interview,…)

    • Zusammenhängendes Sprechen (Bildbeschreibung, Erlebnisse erzählen, Präsentationen,…)

    • Interaktives Sprechen (role play, discussion games, tasks and projects,…)

V6: Textkompetenz I/Funktionale kommunikative Kompetenz II – Leseverstehen

  • Definition Text: ,,Als Text' werden […] alle mündlichen, schriftlichen und visuellen Produkte in ihrem jeweiligen kulturellen und medialen Kontext verstanden, die analog und digital vermittelt werden.