04_Oberflächenmodifikation_Buch_FT
6.1 Überblick
6.1.2 Zweck des Beschichtens und des Stoffeigenschaftänderns
Zweck des Beschichtens:
Schutz vor Korrosion ist primär.
Verhindert milliardenschwere Schäden jährlich durch Korrosion.
Stoffeigenschaftändern:
Veränderung von mechanischen oder chemischen Eigenschaften durch Umlagern, Aussondern oder Einbringen von Stoffteilchen.
Korrosionsschutzmittel:
Metallische und nichtmetallische Überzüge:
Metallisch: Zink (Zn), Aluminium (AI) usw.
Nichtmetallisch: Lacke, Keramik usw.
6.1.2.1 Schutz vor Korrosion
Korrosionsschutzmechanismen:
Überzüge: Zinküberzug, Cadmium, Hartchrom, etc.
Spannungen in mV zu beschädigenden Metallen:
Zink -794 mV, Stahl St4 -350 mV, Messing +510 mV
6.1.1 Allgemeines
Die Spannungsreihe:
Zwei Metalle in Anwesenheit eines Elektrolyten sind eine Spannungsquelle.
Elektrolyt: z.B. angesäuertes Wasser oder natürliche Feuchtigkeit.
6.1.2 Zweck des Beschichtens
Ziele des Beschichtens:
Korrosion vermeiden, elektrische Kontaktfähigkeit verbessern.
Wartungskosten reduzieren, insbesondere bei wirtschaftlicher Nutzung (geringere Stillstandzeiten).
6.2 Vorbereitende Arbeiten
6.2.1 Allgemeines
Vorbereitende Arbeiten sind entscheidend für die Qualität des Beschichtungsprozesses. Unterscheidet sich je nach bearbeitetem Werkstück.
6.2.2 Verfahren
Reinigung, Strukturveränderung, Polieren:
Nassreinigung, Strahlen, chemisch oder mechanisch reinigen.
Schnelles Entfernen von Schmutz, Zunder und Rost ist wichtig.
6.2.3 Trocknen
Trocknung im Hochvakuum oder durch heiße Luft ist oft erforderlich.
Die Produkte durchlaufen alle Schritte, vom Reinigen bis zum Trocknen und Beschichten.
6.3 Verfahren des Beschichtens
6.3.1 Beschichten aus dem gasförmigen Zustand
Verfahren wie CVD (Chemical Vapor Deposition) sind entscheidend:
Aufbringen von Schichtwerkstoffen aus gasförmigem Zustand.
Durchführung in Vakuum unter kontrollierten Bedingungen.
6.3.2 Beschichten aus dem flüssigen Zustand
Flüssiges Beschichten umfasst Tauchen und Spritzen, dazu gehört:
Feuerverzinken, Emaillieren und Lackieren.
Universelle Anwendung durch verschiedene chemische Lösungen.
6.3.3 Beschichten aus dem ionisierten Zustand
Verfügbar sind Verfahren wie:
Elektrophorese und ionenstrahlenbehandlungen zur gezielten Oberflächenbearbeitung.
Nutzung elektrischer Felder für das Abscheiden von Materialien.
6.3.4 Beschichten aus dem festen Zustand
Methoden wie Aufschmelzen und Plattieren:
Verwendung von hochfesten Materialien für Verbundwerkstoffe.
Kontrolle der Schichtdicke während des Verfahrens.
6.3.5 Zuordnung Verfahren/Schichtwerkstoff
Überblick über bedeutende Verfahren und ihre jeweiligen Schichtwerkstoffe.
Beispiele: CVD für Nitrieren, PVD für CARBIDE.
6.4 Prüfung von Oberflächenschichten
6.4.1 Mechanische Prüfungen
Diverse Prüfverfahren zur Überwachung der Schichtqualität und Korrosionsbeständigkeit.
Notwendig sind normierte Verfahren für präzise Maßstäbe.
Langzeitverhalten durch Korrosionsversuche, Messung der Schichtdicke.