Bewältigung kollektiver Bedrohungn und Religion: Terrorismus als Spezialfall belastender Lebensumstände - Hier auch Religiosität als Resilienzfaktor?
Religion und Coping im Kontext von Terrorismus
Intrinsische Religiosität geht mit positiven Emotionen und höheren Selbstwirksamkeitserwartung einher
Selbstwirksamkeitserwartung = Subjektive Überzeugung, aufgrund eigener Fähigkeiten bestimmte Aufgaben bewältigen zu können
Einfluss von Terrorismusgefahr auf Stimmungslage über Selbstwirksamkeitserwartung vermittelt
Studie: Einfluss Terrorismusgefahr auf religiöse und nicht-religiöse Personen: Nicht religiöse Personen mehr negative Stimmung
Terrormanagement
Beschäftigung mit eigenem Tod auch Mortalitätssalienz genannt
Thema von Religionen und in Psychologie in Terrormanagement-Theorie behandelt
Terrormanagement-Theorie
Menschliche Angst vor dem Tod löst Terror aus
Für guten Umgang daamit zentral:
Aneignung einer kulturellen Weltsicht:
Schafft Struktur, indem bestimmte Werte oder Hoffnung auf Unsterblichkeit vermittelt werden →Gibt Sicherheit
Erhöhung des Selbstwertgefühls:
Hohes Selbstwertgefühl als Angstpuffer bezüglich Sterblichkeit → Kann auch zukünftig davor schützen
Mortalitätssalienz löst Investition in kulturelle Werte sowie Selbsterhalt aus, um indirekt nach Unsterblichkeit zu streben → “Worldview-defense”
→Streben nach wörtlicher (religiöser Glaube an unsterbliches Leben) oder symbolische Unsterblichkeit (kulturelles Erbe)
Religion grundlegend für viele kulturelle Glaubenssätze → Kann Schutz vor Ängsten bieten
Hohe intrinsische Religiosität kann vor todesbezogenen Ängsten schützen (nicht extrinsische)
Bei hoher Mortalitätssalienz: Personen mit niedriger intrinsischen Religiosität verteidigen eigene Weltansicht (asymmetrische Informationsbewertung), nicht bei hoher intrinsicher Religiosität (ausgewogene Informationbewertung)
Aber: Hohe intrinsiche Religiosität verhindert nicht automatisch Ängste:
Entscheidend: Vorherige aktive Bezeugung des eigenen Glaubens