botanik
Botanik
Teile einer Blüte
Blütenhülle (Perianth)
- Besteht aus:
- Kronblatt (Blütenblatt)
- KelchblattKelchblätter
- Äußere Blätter, klein und grün
- Bilden einen Kelch, der die Blüte im Knospenstadium schütztBlütenblätter (Petalen)
- Größer und häufig auffällige Farben
- Dienen der Anlockung von Insekten
- Zusammen als Blütenkrone genannt
- Können miteinander verwachsen (z.B. Glockenblume)
- Vorteil: Bessere Auffangung von Nektar
- Einzeln abfallend (z.B. Tulpe) = keine Verwachsung
Blütenhülle
Zusammensetzung: Kelch- und Blütenblätter
Einige Pflanzen (z.B. Liliengewächse, Anemonen, Clematis, Magnolien):
- Kelchblätter wandeln sich in Blütenblätter um
- Bezeichnung: Perigon (Blütenhülle), Tepalen (individuelle Blütenblätter)
Geschlechtsorgane der Blüte
Staubblätter (Staubgefäße)
- Männliches Geschlechtsorgan
- Bestehen aus:
- Staubfaden (Filament)
- Staubbeutel (Anthere)
- Staubbeutel: Besteht aus zwei Hälften (Theken), jede hat zwei Pollensäcke
- Produktion von Pollen (Blütenstaub)
- Bei einigen Arten: Staubblätter locken Insekten anFruchtblätter (Stempel)
- Weibliches Geschlechtsorgan
- Im Zentrum der Blüte
- Besteht aus:
- Narbe (fängt Pollen auf)
- Griffel
- Fruchtknoten (enthält Samenanlage mit Eizelle)
- Blüten können mehrere Fruchtblätter haben
- Oft verwachsen, bilden gemeinsamen Griffel mit Narbe
- Nach Befruchtung entwickelt sich die Frucht
Stellung des Fruchtknotens
Oberständig: Oberhalb der Kelchblätter (z.B. Tulpe)
Mittelständig: Unterhalb der Kelchblätter, mit Blütenboden umwölbt (z.B. Kirsche)
Unterständig: Unterhalb der Kelchblätter, mit Blütenboden verwachsen (z.B. Apfel)
Nektarien und Duftdrüsen
Sitzen häufig auf dem Blütenboden zwischen Staub- und Fruchtblättern
Scheiden Nektar zur Anlockung von Insekten ab
Duftdrüsen produzieren insektenanlockende Duftstoffe
Bestäubung
Definition: Übertragung von Pollen (Blütenstaub) auf die Narbe einer Blüte
Voraussetzung für die Befruchtung der Pflanze
Pollen: Zelle mit fester Wand, 20 bis 30 tausendstel Millimeter groß
Arten der Bestäubung
Selbstbestäubung: Pollen einer zwittrigen Blüte gelangt auf die Narbe der gleichen Blüte
- Beispiele: Pfirsich, Marille, Aronia, TomateNachbarbestäubung: Pollen einer Blüte gelangt auf die Narbe einer anderen Blüte derselben Pflanze
- Beispiele: Haselnuss, Birke, Flieder, GurkeFremdbestäubung: Pollen einer Blüte gelangt auf die Narbe einer Blüte von einer anderen Pflanze der gleichen Art
- Beispiele: Apfel, Birne
Windbestäubung (Windblütler)
Merkmale: Unsichtbare Blüten, Blütenblätter, Nektarien und Duftdrüsen fehlen oder sind verkümmert
Pollen: Glatte, trockene Oberfläche für gute Streuung
Hohe Schwebefähigkeit des Pollen, Transport durch Wind
Luftsäckchen bei Nadelhölzern, die Pollen mehrere tausend Meter emporbringen können
20% der europäischen Bäume sind Windblütler: z.B. Nadelgehölze, Birke, Buche, Eiche, Erle, Esche, Hasel, Pappel, Gräser, Brennnessel
Windbestäubung häufig in nördlichen Gebieten, wo Sommer kurz und Insekten rar sind
Wasserbestäubung
Verteilung der Pollen durch Wasserströmung
Kommt bei einigen untergetauchten Arten vor (z.B. Seegras)
Tierbestäubung
Vögel, Fledermäuse: Bedeutung in tropischen Gebieten, locken durch Farben und reichliche Nektarproduktion
Insekten: Hauptsächlich Bestäuber in gemäßigten Zonen
- Anlockung durch Farben, Formen und Düfte
- Bestäubung erfolgt beim Sammeln von Nektar und PollenPollen der Insektenblütler: Klebrig, bildet Pollenpakete
- Pollenübertragung beim Besuch der nächsten Blüte
- Nektar sammeln, der auf Blütenboden in Blütenspornen oder langen Röhren gesammelt wird
Unterschied zwischen einhäusigen und zweihäusigen Pflanzen
Eingeschlechtliche Blüten: Blüten mit Geschlechtsorganen eines Typs (männlich oder weiblich)
Zweigeschlechtliche Blüten: Blüten mit männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen
Beispiel-Pflanzen
Zweigeschlechtliche Pflanzen:
- Obstbäume: Apfel, Birne, Kirsche, Ribisel, Tulpe, Nachtkerze, Tomate, KartoffelEinhäusige Pflanzen:
- Maroni, Koniferen, Hasel, Walnuss, BirkeZweihäusige Pflanzen:
- Kiwi, Ilex, Sanddorn
Pflanzung der Kiwipflanze
Mindestanzahl: Zwei Pflanzen unterschiedlichen Geschlechts
Männliche und weibliche Exemplare dürfen nicht zu weit voneinander entfernt sein
Zueinander passende Sorten wählen
Überlappender Blühzeitpunkt erforderlich
Fotosynthese
Definition: Assimilation, Zuckerfabriken in den grünen Blättern
Prozess:
- Herstellung von Traubenzucker aus CO₂, H₂O und Lichtenergie
- Abfallprodukt: SauerstoffFotosynthese in grünen Pflanzenteilen, die über Chlorophyll verfügen
Chlorophyll wandelt Lichtstrahlung der Sonne in chemische Energie um
- Teil wird für ATP (Adenosintriphosphat) produziert, anderer Teil für Fotolyse (Spaltung des Wassers)
Lichtreaktion und Dunkelreaktion
Lichtreaktion: Energiegenerierung durch Chlorophyll, Wasserspaltung
Dunkelreaktion: Aufbau von Traubenzucker, kann auch im Dunkeln stattfinden
Gesamte Fotosynthese erfolgt nur bei Licht
Lichtstrahlenspektren und Intensität
Pflanzen nutzen sichtbare Lichtstrahlung (Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett)
Vor allem blauviolette und rotorange Strahlen für die Fotosynthese
Rolle der Fotosynthese
Sauerstoffproduktion für Mensch und Tier: ca. 700 Liter pro Tag für einen Menschen
Speicherung der Lichtenergie in organischen Verbindungen (Zucker, Stärke)
Verbrauch von CO₂ beim Aufbau organischer Substanz, Rückführung des Kohlenstoffs durch Zersetzung oder Verbrennung
Fotosynthese als größter Energiespeicher und -lieferant auf der Erde
Unterschiede zwischen Fotosynthese und Atmung
Fotosynthese: Aufbau organischer Substanz aus anorganischen.
Atmung: Umkehrung des Prozesses, Verwendung organischer Substanz zur Energiegewinnung
Ökosystem Wald und seine Aufgaben
Funktionen des Waldes: Lebensraum, Luftreinigung, Wasserspeicherung, Klimaausgleich
Gefährdungen des Waldes: Abholzung, Schadstoffe, Klimawandel
Saurer Regen
Entstehung durch Emission von Schwefel- und Stickstoffoxiden, die mit Wasser reagieren und zu Säuren werden
Auswirkungen auf Pflanzen, Böden, Wasserqualität und Gebäude.