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die Bildhaftigkeit
Das Verb "trippeln" gibt eine visuelle Vorstellung von kleinen Schritten (S. 59);
Der Duft der Rose stieg mir in die Nase;
Sie hörte das laute Knirschen des Schnees.
die Bildlichkeit
"Die Welt ist ein groĂer unermeĂlicher Magen" (S. 60);
Das Leben ist eine Reise;
Ihre Worte waren Gift.
der Vergleich
"Er ist so alt wie du" (S. 62); "GerĂŒchte waren wie ein Schwarm KrĂ€hen aufgeflogen" (S. 62); "Er lachte wie sechs TruthĂ€hne" (S. 63).
das Epitheton
"herrlich duftende gelbe Teerose" (konkretisierend, S. 64);
"entzĂŒckender Mensch" (bewertend, S. 65);
"schrecklich interessanter Roman" (bewertend, S. 65).
der Tropus
Metapher: "Die Welt ist ein Magen" (S. 70);
Metonymie: "Die ganze UniversitÀt kam" (S. 83);
"Die Sirenen heulen" (Metapher).
die Metapher
"Fleischwolf" (verblasste Metapher, S. 71); "Die Sirenen heulen" (usuelle Metapher, S. 71); "Auf deiner Wange steht endgĂŒltiger Abschied" (individuelle Metapher, Strittmatter, S. 71).
die Personifizierung
"die Uhr schlĂ€gt" (S. 74); "die Blumen flĂŒstern zĂ€rtlich" (S. 74); "der Wind singt" (S. 74).
die Allegorie
"die Justitia mit der Waage" (Gerechtigkeit, S. 75); "die Germania" (deutsche Nation); "der Tod als Sensenmann".
das Symbol
"Taube als Symbol des Friedens" (S. 76); "Ritter als Symbol der Tugend" (S. 76); "Rose als Symbol fĂŒr Schönheit" (S. 77).
die SynÀsthesie
"seidene Stimme" (S. 77); "klingende Strahlen und strahlende KlÀnge" (Heine, S. 77); "kalte Farben" (S. 77).
die Antonomasie
"Othello" fĂŒr einen eifersĂŒchtigen Mann (S. 78); "Don Juan" fĂŒr einen Frauenliebhaber (S. 78); "Don Quichotte" fĂŒr einen KĂ€mpfer gegen das Böse (S. 78).
die Metonymie
"Die ganze UniversitÀt kam zur JubilÀumsfeier" (Raum, S. 83); "Traube statt Wein" (Stoff, S. 83); "Lorbeer statt Ruhm" (Symbol, S. 83).
die Synekdoche
"Dieser kluge Kopf" fĂŒr diese kluge Person (S. 85); "Die Menge zĂ€hlte tausend Köpfe" (S. 85); "Deutschland gewann den Europapokal" (totum pro parte, S. 85).
das Bahuvrihi
"RotkĂ€ppchen" (S. 85); "Langohr" fĂŒr einen Hasen (S. 85).
die Umschreibung / Periphrase
"die Stadt der sieben HĂŒgel" (Rom, S. 88); "das Land, wo die Zitronen blĂŒhen" (Italien, S. 88); "der Dichter des Faust" (Goethe, S. 88).
der Euphemismus
"Eier" fĂŒr Fliegerbomben (S. 90); "Arbeitswillige" fĂŒr Arbeitslose (NazilĂŒgeterminologie, S. 90); "das Zeitliche segnen" fĂŒr sterben (S. 25).
die Hyperbel
"todmĂŒde" (S. 90); "tausendmal gesagt" (S. 91); "eine Ewigkeit warten" (S. 90).
die Litotes
"Das ist nicht ĂŒbel" (sehr gut, S. 90); "Diese Idee ist so dumm nicht!" (sehr klug, S. 90); "Ich möchte nicht sagen, dass deine Leistungen auf der Höhe sind" (Kritik, S. 90).
die Meiose
"Er hat nur zwei Worte zum Thema gesagt" (S. 91); "Er wohnt einen Katzensprung von uns entfernt" (S. 91); "Trinken wir einen Tropfen Wein!" (S. 91).
die Ironie
"Das Wetter ist ja wirklich prachtvoll!" (bei Regen, S. 91); "Du bist mir ein schöner Freund!" (wenn der Freund versagt); "Das hast du ja toll gemacht!" (bei einem Fehler).
die lexikalische Wiederholung
"Aus. Aus. Aus." (S. 95); "Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!" (Goethe, Erlkönig, S. 96); "Ich habe Kopfschmerzen, abscheuliche Kopfschmerzen." (erweiterte Wiederholung, S. 96).
der Pleonasmus
"ein alter Greis" (S. 96); "ein armer Bettler" (S. 96); "weiĂer Schimmel".
die Tautologie
"Hohn und Spott" (S. 96); "Singsang" (S. 96); "immer und ewig", "Feuer und Flamme" (S. 96).
die Anapher
"Da wurde sie bestĂŒrzt ⊠Da sprach sie âŠ" (S. 97); "Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer ⊠Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer âŠ" (S. 102).
die Epipher
"Er tut das alles mit Anteil, er isst beflissen, trinkt beflissen, liest beflissen" (S. 97); "Er kommt immer zu spÀt, er arbeitet zu spÀt, er schlÀft zu spÀt."
die Rahmen- oder Ringwiederholung
"Warum hast du mich allein gelassen, warum?" (S. 97); "Freiheit wollte ich, Freiheit!"; "Das ist zu viel, wirklich zu viel."
die Anadiplose
"Oder es war der Regen? Der Regen auf den dunkelroten Ziegeln" (S. 97); "Die Nacht kam. Kam und hĂŒllte alles ein."
das Leitmotiv
mehrmalige Wiederholung eines sprachlichen Elements mit relevantem Inhalt (S. 97); in "Buddenbrooks" das Motiv des Verfalls; in "Faust" das Streben.
die grammatische Wiederholung
wird vor allem durch Parallelismus realisiert (S. 98); "Und keiner weiĂ: wohin? Und alle fahren: mit." (Parallelismus, S. 98)
der Parallelismus
"Und keiner weiĂ: wohin? Und alle fahren: mit." (S. 98); "Wie herrlich leuchtet mir die Natur! Wie glĂ€nzt die Sonne! Wie lacht der Flur!" (Goethe, S. 98)
die Antithese
"N. ist ein guter Dramatiker, aber ein mĂ€Ăiger Lyriker" (S. 98); "Die einen bestellen Sekt, weil er teuer ist, die anderen, obwohl er teuer ist" (S. 98); "Gut und böse" (S. 98).
der Chiasmus
"In Bologna die kleinsten Hunde und die gröĂten Gelehrten, in Göttingen die kleinsten Gelehrten und die gröĂten Hunde" (Heine, S. 99); "Brot ist Freiheit, Freiheit â Brot" (Herwegh, S. 99); "Ein Blumengarten von klingenden Strahlen und strahlenden KlĂ€ngen" (Heine, S. 99).
die AufzÀhlung
"An der Neujahrstanne hingen viele Ăpfel, NĂŒsse, Apfelsinen, Backwerk und noch viele andere gute Sachen" (S. 100); "Er kannte die MĂ€ngel des Stils, des Aufbaus, der Charakteristik" (asyndetisch, S. 100)
die Klimax
"Es regnete stundenlang, nÀchtelang, tagelang, wochenlang" (S. 100); "Ich kam, sah, siegte."; "Das ist gut, besser, am besten."
die Antiklimax
"Ăberall herrschte Jubel. Die ganze Stadt, alle BĂŒrger, ein paar Leute, schlieĂlich nur noch eine Handvoll" (S. 100-101); "Er war reich, wohlhabend, mittelmĂ€Ăig, arm."
die Lautmalerei
"piepsen", "brummen", "zischen" (S. 109-110); "bim-bim" fĂŒr Glöckchen, "bam-bam" fĂŒr starke Glocke (S. 110); Schiller: "Und es wallet und siedet und brauset und zischtâŠ" (S. 110)
die Alliteration
"durch dick und dĂŒnn" (S. 111); "bei Wind und Wetter" (S. 111); Heine: "wĂŒste, wogende Wasser", "weiĂen Wellenrosse" (S. 111)
die Assonanz
"ganz und gar" (S. 111); "von echtem Schrot und Korn" (S. 111); Goethe: "Meine Töchter fĂŒhren den nĂ€chtlichen Reihn / Und wiegen und tanzen und singen dich ein." (Vokalabfolge, S. 112)
der Wortwitz (Doppelsinn, Wortspiel)
"Kohl" (GemĂŒse / Unsinn, S. 115); "Die Lautesten / die Lautersten" (Bredel, S. 116); "farnillionĂ€r" (familiĂ€r + MillionĂ€r, Heine, S. 117)
die Falschkoppelung
"ein möblierter Herr" (S. 119); "kalte Mamsell" (S. 119); "gebildete Umgangssprache" (S. 119)
das Oxymoron
"dummklug" (S. 118); "hÀssliche Schönheit" (S. 118); "Scherzernst" (S. 118); Goethe: "helldunkel", H. Mann: "wohliges Grausen" (S. 118)
der Schlagsatz
"Die Stadt [Göttingen] selbst ist schön und gefĂ€llt einem, wenn man sie mit dem RĂŒcken ansieht" (Heine, S. 120); "Ich liebe dich â von ganzem Herzen nicht."
das Zeugma
"Er brach das Siegel auf und das GesprĂ€ch nicht ab" (Chamisso, S. 119); "Die Stadt Göttingen, berĂŒhmt durch ihre WĂŒrste und UniversitĂ€t" (Heine, S. 119); "âŠTribonian, Justinian, Hermogenian und Dummerjahn" (Heine, S. 119)
der Stilbruch
"zwecks Austauschs von ZĂ€rtlichkeiten" (offizielle Wendung in privatem Kontext, S. 121); Parodie: "Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die WurstfabrikâŠ" (S. 121)
die Makrokomposition / Architektonik
Komposition eines MĂ€rchens: Anfang â Handlung â Resultat (S. 128); einer Fabel: Exposition â Dialog und Handlungen der Tiere â Moral (S. 128)
die Exposition
Einleitung eines MĂ€rchens ("Es war einmalâŠ") oder einer Fabel (Vorstellung der Figuren, S. 128)
die Kulmination
der Höhepunkt der Handlung, z.B. der Kampf zwischen Wolf und RotkĂ€ppchen (S. 128); im Drama der Moment der gröĂten Spannung
die Lösung
die Auflösung der Spannung am Ende eines Werkes, z.B. "⊠und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute." (S. 128)
die Darstellungsarten
Bericht, Schilderung, Beschreibung, Erörterung (S. 129-130)
der Bericht
Protokoll, Chronik, Lebenslauf, Reportage, Wetterbericht (S. 129); "Die Sitzung begann um 10 Uhr. Der Vorsitzende eröffnete die Diskussion."
die Schilderung
Beschreibung von Bewegungen, Gesten, Mimik, GefĂŒhlen (S. 129); "Sie lief mit zitternden HĂ€nden und trĂ€nenĂŒberströmtem Gesicht davon."
die Beschreibung
Beschreibung eines Gegenstandes: "Die Vase ist hoch, blau und hat einen runden FuĂ" (S. 129-130); Beschreibung einer Landschaft: "Vor uns lag ein tiefer, dunkler Wald."
die Erörterung
BegrĂŒnden, Beweisen/Widerlegen, Schlussfolgern, ErklĂ€ren/Darlegen (S. 130); Essay, Kommentar, Diskussionsbeitrag.
der Autor
der Schöpfer des Werkes (S. 131); Goethe ist der Autor des "Faust"; Thomas Mann ist der Autor der "Buddenbrooks".
der ErzÀhler
auktorialer ErzÀhler (er-Form, allwissend), personaler ErzÀhler (ich-Form, Figur) (S. 131); In "Der Untertan" von H. Mann tritt ein auktorialer ErzÀhler auf.
die ErzÀhlzeit
die Zeit, in der erzÀhlt wird (Gegenwart des ErzÀhlens, S. 131); Wenn ein Roman in PrÀteritum geschrieben ist, ist die ErzÀhlzeit die Gegenwart des Autors.
die erzÀhlte Zeit
die Zeitspanne, die die Handlung umfasst (z.B. ein Jahr, ein Tag, S. 131); In "Der Vorleser" erstreckt sich die erzĂ€hlte Zeit ĂŒber mehrere Jahrzehnte.
die direkte Rede
"Er sagte: 'Ich komme morgen.'" (S. 132); "Sie fragte: 'Wo bist du?'"; "'Hilfe!' rief der Junge."
die indirekte Rede
"Er sagte, dass er morgen komme." (S. 132); "Sie meinte, er sei schon gegangen." (Konjunktiv)
die erlebte Rede
Aus Seghers: "Georg lag drauĂen unter dem graublauen Himmel in einer Ackerfurche. ⊠Nur jetzt nicht steckenbleiben. Zu Abend in der Stadt sein." (S. 133-134); "Warum hatte sie das nur gesagt? Es war doch dumm von ihr."
die Wahl der Rededarstellung
die Entscheidung, ob man direkte Rede (lebhaft) oder indirekte Rede (distanziert) verwendet, hÀngt vom Stil und Zweck ab (S. 132)
das SprachportrÀt
Bei Th. Mann sprechen die Buddenbrocks Hochdeutsch, die Arbeiter Plattdeutsch (S. 134-135); Ein Pfarrer spricht gehoben, ein Kind macht grammatische Fehler, ein Berliner sagt "icke" statt "ich".